Info-Marathon geht zu Ende

Dorfmitte-Projekt in Waakirchen: Am Sonntag entscheiden die Bürger

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Anhand von Plänen und Info-Tafeln machten sich die interessierten Bürger ein Bild vom Dorfmitte-Projekt.

Waakirchen – Nach einem mehr als zwei Monate andauernden Bürgerdialog fand am Donnerstagabend in der Turnhalle die Abschlussveranstaltung in Sachen Waakirchner Dorfmitte statt. Damit ging ein wahrer Info-Marathon mit Ortsbegehungen, Stammtischen und Themenabenden zu Ende. Ob das rund 14-Millionen-Euro-Projekt realisiert wird, entscheiden die Bürger am morgigen Sonntag. Abgestimmt wird sowohl über ein Bürger- als auch über ein Ratsbegehren.

„Es war eine turbulente Zeit“, blickte Bürgermeister Sepp Hartl bei der Begrüßung zurück und berichtete auch von nicht ungefährlichen Begebenheiten, die ihm widerfahren sind: „Ich habe heute die 13. Spax-Schraube aus meinem Autoreifen rausgeholt.“ Teilweise turbulent verlief auch der Veranstaltungsabend, bei dem mitunter scharfe, vorwurfsvolle Worte fielen. Zunächst aber folgten die Zuhörer den Ausführungen des Projektleiters Daniel Schreyer vom Münchner Kommunikationsunternehmen Hendricks & Schwartz, der zur Info-Offensive Bilanz zog: „Wir sind auf sehr viel Interesse gestoßen und haben von den Bürgern eine lange Liste an Anregungen und Vorschlägen erhalten.“ Diese würden nun in einem Bürgerprotokoll aufbereitet.

Michael Holzner, der als Unterstützer des Bürgerbegehrens ans Mikrofon trat, berichtete, dass er mit verschiedenen Behörden und Fachleuten in Kontakt getreten sei, um sich darüber klar zu werden, was ihn am Dorfmitte-Projekt stört. Dabei sei die Frage „Was ist die Identität des Dorfes?“ im Mittelpunkt gestanden. Nach

Vinzenz Dufter vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, der appellierte, „auch in Alternativen zu denken“, meldete sich Gemeinderat Balthasar Brandhofer (ABV) zu Wort. Ihm bereitet vor allem die Finanzierung Bauchschmerzen. Michael Futschik, Initiator des Bürgerbegehrens, hielt sich kurz, kritisierte aber dann noch zu schon etwas vorgerückter Stunde Schreyers Moderations-Stil und verließ verärgert die Turnhalle.

CSU-Gemeinderat Georg Rausch und Architekt Hans Hagleitner erläuterten ausführlich die Details der Planung, standen den interessierten Bürgern Rede und Antwort und brachen einmal mehr eine Lanze für das Wohnbauprojekt: „Es ist wichtig, dass attraktiver, barrierefreier und bezahlbarer Wohnraum für alle entsteht.“ Ins gleiche Horn stieß Bürgermeister Hartl, der sich in seinem Schlusswort bei Schreyer und dessen Team bedankte: „Sie haben immer Neutralität bewiesen.“ rei

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