Ehrung durch den ÖJV

„Wald-vor-Wild“ Preis für Jagdgenossenschaft Hartpenning

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Ziehen an einem Strang für die Waldverjüngung (v.l.): Bürgermeister Olaf von Löwis, Förster Robert Wiechmann, die Jagdgenossen Josef Bichler und Josef Stahl, Revierjäger Hans Kornprobst, Jagdvorstand Josef Taubenberger, ÖJV-Chef Wolfgang Kornder und Landrat Wolfgang Rzehak.

Großhartpenning – Der Ökologische Jagdverein Bayern (ÖJV) hat sich der Reform des Jagdwesens hin zu einer gesamtökologischen Nutzung der Wälder verschrieben. Damit sollen Wälder mit gemischtem Baumbestand geschaffen werden, die im Hinblick auf den Klimawandel bestehen können.

Wie Wolfgang Kornder, Vorsitzender der ÖJV-Kreisgruppe Oberland, bei der Verleihung des „Wald-vor-Wild“-Preises im Gasthof Neuwirt sagte, können solche Wälder heute nur noch mit einer ökologisch sinnvollen Bejagung des Schalenwildes aufkommen. Die Jagdgenossenschaft Hartpenning habe dies nach Meinung des ÖJV in den vergangenen gut 23 Jahren vorbildlich umgesetzt und damit wesentlich zur Waldverjüngung mit einem stabilen und starken Wald beigetragen. Nach einer ausgedehnten Exkursion durch das Hartpenninger Holz unter Leitung von Jagdvorstand Josef Taubenberger, Jäger Hans Kornprobst und Förster Robert Wiechmann vom AELF Holzkirchen, gab es beim Neuwirt rundherum anerkennende Worte. So meinte Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis: „Es war eine Bereicherung zu sehen, was hier entstanden ist.“ Als gelernter Förster und als Politiker stellte von Löwis fest, wie wichtig es ist, die Akzeptanz der Jagd in der Öffentlichkeit zu erhöhen und Missverständnisse auszuräumen: „Die Jagd ist nun mal ein emotional sehr behaftetes Thema. Deswegen dürfen wir nicht nachlassen zu erklären, welchen Einfluss Verbiss- und Fegeschäden durch zu hohe Wildbestände auf den Wald haben, aber auch, dass kein Mensch einen Wald ohne Wild haben will.“ Ähnlich äußerte sich Landrat Wolfgang Rzehak, der feststellte, dass „der Deutsche und der Wald schon eine sehr eigene Beziehung pflegen“. Er empfahl deswegen, miteinander und nicht übereinander zu reden und auch zu akzeptieren, dass es das Gegenüber vielleicht auch gut meint. In diesem Zusammenhang stellte er dem ÖJV für das Eintreten waldverträglicher und gesunder Wildbestände unter Einhaltung des Tierschutzes ein gutes Zeugnis aus. An die Jagdgenossenschaft gerichtet, sagte er: „Ihr habt nicht über andere geschimpft, sondern die Sache selbst in die Hand genommen. Dafür habt ihr die Auszeichnung wirklich verdient.“ Bei der Urkundenübergabe stellte der ÖJV-Vorsitzende Wolfgang Kornder fest, dass zur Schöpfung Wald und Wild gehören: „Der Wald darf dabei aber nicht zur Kulisse für die Jagd verkommen, sondern muss mit Tanne und Edellaubhölzern zukunftsfähig gemacht werden.“ Wie Kornder seine Vorredner bestätigte, geht das aber nur mit einer waldverträglichen Bejagung unter strengen tierschutzrechtlichen Aspekten. „Im Hinblick auf den Klimawandel profitiert davon letztlich die gesamte Menschheit“, bekräftigte Kornder die Ziele des ÖJV.      hac

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