Einbringen statt nörgeln

Neujahrsempfang Weyarn: Bürgermeister Wöhr lobt Leistungen für Dorfstruktur

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Bürgermeister Leonhard Wöhr hatte beim Neujahrsempfang der Gemeinde viel Lob für die Weyarner übrig.

Weyarn – In der fast vollbesetzten Schulaula begrüßte Weyarns Bürgermeister Leonhard Wöhr zu seiner Neujahrsansprache am Dreikönigstag Repräsentanten des Ehrenamtes, des öffentlichen Lebens sowie der Ordnungs- und Rettungsdienste und Pater Stefan als kirchlichen Würdenträger. In seiner Rede stellte Wöhr fest: „Wir haben bei allen Unzulänglichkeiten nun einmal nichts Besseres als die Demokratie. Ihr verdanken wir seit über 72 Jahren Frieden und Stabilität.“ Als einen Totengräber der Demokratie machte Wöhr die destruktive Unzufriedenheit aus, deren Vertreter nur konsumieren und verlangen, aber nichts geben.

Eine konstruktive Unzufriedenheit sei im Grund eigentlich nichts Schlechtes, findet Wöhr. „Sie hat zur Folge, dass man persönlich Überlegungen anstellt, wie man es besser machen kann und es vor allem dann auch tut.“ Der destruktiven Unzufriedenheit, die die Gesellschaft von innen heraus aushöhle und die, wie er sagte, „scheinbar umso schneller wächst, je mehr sie von guten Gaben ernährt wird,“ müsse hingegen entschieden entgegen getreten werden. Leuchtende Beispiele seien da die vielen Weyarner, die sich im Ehrenamt für die Gemeinde, im kulturellen Bereich oder für ihre Mitmenschen engagieren und so den Dauernörglern die rote Karte zeigen: „Sie sind Vorbilder und sorgen durch ihr verantwortungsvolles Handeln nicht nur in Weyarn für eine bessere Welt“, lobte Wöhr. Exemplarisch nannte er unter anderem die ehrenamtlichen Beauftragten der Gemeinde für Senioren, Jugend, Breitband, Verkehrsfragen, Brandschutz sowie für das Wasserwesen als wichtige Stützen der Verwaltung. Ein besonderer Dank ging an die Seniorenhilfe, die als neues Projekt einen Besuchsdienst organisiert hat. Nicht zuletzt hob der den Dienst der Freiwilligen Feuerwehr heraus, die im vergangenen Jahr neben den vielen Rettungs- und Hilfseinsätzen auf der Autobahn auch schlimme Brandeinsätze in der Gemeinde zu bewältigen hatte.

Eine lange und gute Tradition haben in Weyarn auch Arbeitskreise und Fördervereine. Hier werde Bürgerbeteiligung in vielfältiger Art wie etwa bei der Renovierung der Kapelle und des Kreuzweges in Seeham sichtbar oder durch ausdauernde und geduldige Hilfestellung des Arbeitskreises Asyl auch spürbar. Auch „außenpolitisch“ war Weyarn im vergangenen Jahr aktiv. So hat der Arbeitskreis Gemeindepartnerschaft sozusagen den ersten „Staatsbesuch“ der italienischen Partnergemeinde Terre del Reno aus der Provinz Ferrara in der Emilia-Romagna organisiert: „Mein Bürgermeisterkollege Roberto Lodi hat uns mit einer offiziellen Delegation beim Christkindlmarkt besucht. Er war wirklich sehr angetan von der Gastfreundschaft und hat mich gebeten, Ihnen allen herzliche Grüße und die besten Wünsche zum neuen Jahr zu übermitteln“, sagte Wöhr. Ein Gegenbesuch sei im Mai dieses Jahres geplant .

Um Wertschätzung bat Wöhr für die Arbeit des Gemeinderates: „Es ist, glaube ich, jedem klar, dass Entscheidungen wie etwa zum Straßensanierungskataster oder den Richtlinien für ein Einheimischen-Programm nicht auf Bäumen wachsen. Sie müssen durch intensive Beschäftigung und politische Diskussion hart erarbeitet werden. Das machen wir uns im Gemeinderat auch nicht leicht.“ Auch wenn manche Beschlüsse dann je nach Interessenlage nicht immer dankbar begleitet werden, sei die Zusammenarbeit, wie Wöhr versicherte, immer konstruktiv und auf das Gemeindewohl ausgerichtet. In diesem Zusammenhang vergaß Wöhr auch nicht, seine Anerkennung für die Gemeindemitarbeiter, die wie er feststellte: „trotz immer ausufernder neuer staatlicher Vorgaben und Verrechtlichungen stets um größte Bürgerfreundlichkeit bemüht sind.“ 

hac

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