Bilanz der Corona-Kontrollen

Polizeipräsident Kopp appelliert: Maskenpflicht auch in der Region einhalten

Polizei im Einsatz
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Landkreis – Polizeipräsidium Oberbayern-Süd zieht positive Bilanz zu Corona-Kontrollen. Polizeipräsident Robert Kopp appelliert dennoch weiter an die Bevölkerung.

Seit dem 21. März kontrollieren die Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, ob die Ausgangsbeschränkung sowie die Abstands- und Schutzregeln eingehalten werden, die für den Freistaat Bayern gelten, um die Covid-19-Pandemie einzudämmen. Wie in den Wochen zuvor fällt auch die polizeiliche Bilanz nach der fünften Woche positiv aus. Fast alle Menschen im südlichen Oberbayern akzeptieren die Regeln und halten sich nach wie vor an die Beschränkung.

Mehr als 16.000 Kontrollen führte die Polizei seit dem 20. April bis zum Sonntagmorgen (26. April) im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd anlässlich der Corona-Pandemie durch. Dabei wurden 1.372 Verstöße festgestellt. In 817 Fällen wurden Anzeigen erstattet, die meisten (779) davon, weil die Ausgangsbeschränkung missachtet wurde.

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Am Samstag (25. April) war im Vergleich zu den vergangenen Wochenenden trotz des schönen Wetters weniger Ausflugsverkehr festzustellen. Nur im Bereich einiger weniger Ausflugsziele waren etwas stärker frequentierte Wanderparkplätze festzustellen. Die Wanderer und Radfahrer beachten mehrheitlich die Vorgaben, sodass kaum etwas beanstandet werden musste. Im Fazit lässt sich festhalten, dass die Verkehrslage, insbesondere in Anbetracht der Wetterlage, als ruhig bezeichnet werden kann.

Mit Wochenbeginn sind erste Lockerungen in Kraft getreten. So konnten Bau- und Gartenmärkte, Gärtnereien, Baumschulen und Fahrradwerkstätten wieder öffnen. Bisher waren nur Bewegung und Sport mit Personen des eigenen Hausstands oder dem Lebenspartner erlaubt. Nun darf die Wohnung zu Sport und Bewegung an der frischen Luft alternativ auch mit einer weiteren, nicht im selben Hausstand lebenden Person verlassen werden.

Auch diese neuen Regeln wurden zum Großteil von den Menschen im südlichen Oberbayern beachtet, wobei insgesamt betrachtet mit 1.372 Verstößen allerdings über 230 Verstöße mehr als noch in der Vorwoche festgestellt werden mussten. "Die Polizeibeamten setzen unter Berücksichtigung der neuen Regelungslage verstärkt auf mündliche Erläuterungen und Sensibilisierung, sodass die Zahl der Anzeigen nur leicht auf 817 zur Vorwoche mit 791 angestiegen ist", erklärt Sprecher Alexander Huber vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd.

Das Einhalten der Ausgangsbeschränkung wurde wie bereits an den vergangenen Wochenenden nicht nur von den Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd, sondern unterstützt von der alpinen Einsatzgruppe, der Reitergruppe, der Kontrollgruppe Motorrad, der Wasserschutzpolizei sowie Einsatzkräften der bayerischen Bereitschaftspolizei kontrolliert.

Ab Montag (27. April) gilt flächendeckend für den gesamten Freistaat Bayern eine Maskenpflicht. Personen ab dem 7. Lebensjahr, also ab dem 6. Geburtstag, müssen beim Einkaufen oder im öffentlichen Nahverkehr eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Es genügen auch selbst genähte Masken, ein Tuch oder ein Schal. Medizinische Masken sind nicht erforderlich. In den Geschäften sind zudem die Ladenbetreiber gefordert, die sicherzustellen haben, dass auch ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt.

Polizeipräsident Robert Kopp: „Es ist notwendig, dass wir auch nach fünf Wochen Ausgangsbeschränkung gemeinsam an einem Strang ziehen: Beachten Sie deshalb die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen zu tragen, und halten Sie den Mindestabstand von 1,5 Metern ein! Das Beachten der Schutzregeln ist schon deshalb notwendig, weil diese auch Voraussetzung für weitere Lockerungen sind. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, muss mit einer Anzeige und einer Geldbuße in Höhe von 150 Euro rechnen, die im Falle von wiederholten Verstößen verdoppelt werden kann.“ ksl

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