Einweihung der Fahrradabstellanlage in der Erlkamer Straße

Ein weiterer Schritt

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„Weg vom Auto“ fordert die Markrgemeinde. Einen weiteren Schritt dazu soll die neue Fahrradabstellanlage darstellen

Holzkirchen – Endlich geschafft. Die Marktgemeinde Holzkirchen ist wieder ein Stück radlfreundlicher geworden. Vergangene Woche wurde die große Fahrradabstellanlage in der Erlkamer Straße, direkt am Bahnhof, nach nur zwei Monaten Bauzeit offiziell eingeweiht.

Überdacht, gut einsehbar, stabile Abstell- und Absperrvorrichtungen für die Zweiräder – vor kurzem erst ist die moderne Anlage in Betrieb genommen worden und wird von den Radlern bereits sehr gut angenommen. 400.000 Euro hat der Markt dafür investiert, 65.000 Euro bekommt er über Fördergelder zurück. Es gibt Platz für 190 Fahrräder, rund um den Radl-Parkplatz wurde eine Autospur gelegt: Die ist allerdings nicht zum Parken gedacht, sondern dafür, Bahnreisende direkt an der Bahnhofs- Unterführung aussteigen zu lassen – der Fachjargon betitelt dies als „Kiss & Ride“.

Als Vorzeigeprojekt betitelt Fred Langer (Vertreter des Runden Tisches „Radfreundliches Holzkirchen“) den modernen Bike- Stellplatz. Besonders froh ist er auch darüber, dass die Gemeinde dies so schnell umgesetzt hat, nur zwei Monate hat die Bauzeit gedauert. Weitere Träume hat er dennoch, so beispielsweise von einer ähnlichen Radlabstellanlage im vorderen Bahnhofsbereich. Dazu muss man jedoch die Bahn mit ins Boot holen, der gehört der Grund im vorderen Bereich. Für Holzkirchens Vize-Bürgermeisterin Elisabeth Dasch ist der neue Parkplatz ein wichtiger Schritt im neuen Mobilitätskonzept der Marktgemeinde „weg vom Auto“. Ihr geht es darum, mehr Menschen zum Umstieg auf das Fahrrad zu bewegen. Gemeinderätin Irmi Ammer (SPD) ist das ganze Jahr mit dem Zweirad unterwegs, dem Winter trotzt sie mit Spikes. Sie ist stolz auf die neue Anlage, insbesondere die Überdachung taugt ihr, das Bike bleibt trocken und man muss es im Winter nicht unter dem Schnee ausgraben.

Wo kommt der Platz für die 190 Fahrräder her? Dafür mussten 20 Kfz-Stellplätze weichen, erklärte Dasch. Jedoch sind diese Plätze nicht weggefallen, sondern ein paar Gehminuten weiter wurde am Ladehof eine neuer Parkbereich für Autos geschaffen. Ob das aber auch die Autopendler glücklich macht? Mehrheitlich nicht. Einige finden den Fußmarsch ganz angenehm, die meisten klagen jedoch darüber, dass sie ohnehin schon keine Parkplätze mehr finden und dass es nun für die Autofahrer noch enger wird. Die Bahnhofsvorderseite ist unter der Woche schon ab 7 Uhr dicht, kurze Zeit später gibt es dann auch auf der Rückseite keinen Abstellplatz mehr – zum Leidwesen der Anwohner.    stg

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