Großer Empfang in Schliersee für U23-Weltmeisterin Elisabeth Schicho

Einmal Gold, einmal Bronze

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Beim Empfang vor dem Bauerntheater, empfingen ihre Vereinskameraden Elisabeth Schicho mit einem Langlauf-Spalier.

Schliersee – Der Landkreis hat einen neuen Langlaufstar. Elisabeth Schicho vom SC Schliersee feierte bei der U23-WM im italienischen Val di Fiemme ihre bisher größten Erfolge.

Erst siegte sie im Freistilsprint über 1,2 Kilometer, nur einen Tag später schaffte sie über zehn Kilometer klassisch wieder aufs Stockerl. Am vergangenen Samstag bereiteten ihr die Gemeinde und ihr Heimatverein einen großen Empfang vor dem Bauerntheater. Im Sprint hatte sie auf den letzten Metern die größten Reserven, ließ ihren Mitkonkurrentinnen Jessica Diggins (USA) und Giulia Stuerz (Italien) keine Chance und verwies sie auf die Plätze zwei und drei. Feiern durfte Schicho aber nicht lang, schon am nächsten Tag stand der nächste Wettkampf auf dem Programm. Über die zehn Kilometer lief die 22-jährige Schlierseerin erneut ein tolles Rennen und kam der späteren Siegerin, Martine Ek Hagen aus Norwegen, richtig nah. Am Ende wurde es Platz drei. Mit am Start war Olympiateilnehmerin Lucia Anger, die 32 Sekunden hinter Schicho ins Ziel kam. Warum ist die Schlierseerin dann nicht in Sotschi dabei? „Ich habe ja schon einige Einsätze im Europacup und beim Alpencup hinter mir und war 16. bei den Deutschen Meisterschaften im Sprint. Bei der Qualifikation für die Olympischen Spiele wurde ich leider nur 31., das reichte einfach nicht“, zeigt sich Schicho dennoch locker. Natürlich sind die beiden WM-Medaillen für sie der „Hammer und einfach nur Wahnsinn“, doch die Zollwachtmeisterin hat es nicht eilig: „Zunächst werde ich versuchen, mir einen Platz in der Weltcupmannschaft zu erarbeiten und das geht nur, wenn ich konstante Ergebnisse bringe.“ Schuld, dass sich Schicho so schinden muss, ist Gerd Müller. Der ehemalige Lehrer nahm seine Nachbarstochter einfach mit zum Training des SC Schliersee – und sie ist geblieben. Viel Freizeit hat sie derzeit nicht, viele Starts führen sie durch ganz Europa. Und die Saison ist nach Sotschi nicht zu Ende. „Wenn alles vorbei ist, dann möchte ich gerne in die Sonne fahren, aber erst nach den Alpencups und den Starts in Falun, denn da werde ich im Weltcup an den Start gehen“, freut sich Schicho. Bei ihren Leistungen gibt’s sicher bald wieder einen Empfang.   hal

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