Ende einer Ära

Verabschiedung von Irschenbergs Geschäftsleiter Josef Bögl

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Als Dank und zur Erinnerung an 40 Jahre Dienst in der Gemeinde Irschenberg bekam Josef Bögl (M.) von Bürgermeister Hans Schönauer (r.) und seinem Vize Klaus Meixner neben der Ruhestandsurkunde einen bayerischen Porzellan-Löwen und einen Geschenkkorb überreicht.

Irschenberg – Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Rathaus wurde kürzlich Irschenbergs Geschäftsleiter Josef Bögl (64) von Bürgermeister Hans Schönauer zum Jahresende in den Ruhestand versetzt.

Bögl kam im September 1978 nach seiner Lehre in Holzkirchen und einer Station in München nach Irschenberg. Seit 1980 hat er als Geschäftsleiter, wie Schönauer feststellte, maßgeblich zur guten Entwicklung Irschenbergs beigetragen. Bögl übergibt sein Amt mit einem schuldenfreien Haushalt an Nachfolgerin Irmgard Dinges. Wie schon in der öffentlichen Gemeinderatssitzung zuvor, lobte Schönauer Bögls Leistungen für die Entwicklung Irschenbergs. Schönauer rechnete vor, dass Bögl in seinen 40 Jahren in der Gemeinde weit über eine halbe Million Vorgänge bearbeitet hat. Dabei erinnerte Schönauer auch an Bögls Mitwirkung nach der Gebietsreform, eine einheitliche und solidarische Großgemeinde Irschenberg zu formen. „Es ist eine großartige Leistung, wie intelligent und vorausschauend du mit deiner Arbeit der Gemeinde gedient und alle Bürger ohne Unterschied gleich behandelt hast.“ Des Weiteren hob der Gemeindechef Bögls unaufgeregte und bescheidene Art hervor, die wesentlich zu einem guten Arbeitsklima in der Verwaltung und dem Bauhof beigetragen hat und meinte: „Dabei war es dir wurscht, wer unter dir Bürgermeister war.“ Beeindruckt von Bögls Wissen und aufrichtigem Wesen danke Vizebürgermeister Klaus Meixner dem Pensionär: „Natürlich vergönn ich dir den Ruhestand, aber es ist schon auch ein sehr trauriger Tag für die Gemeinde.“ Für eine rührende Überraschung sorgte der Kinderchor der Grundschule Irschenberg. Mit dem Ständchen „Viel Glück und viel Segen“ bedankten sich die Kinder mit Schulleiter Christian Hahn bei Bögl für dessen stets offenes Ohr für die Bedürfnisse der Grundschule. Neben diversen Unterstützungsleistungen für die Schule fielen in Bögls Dienstzeit außerdem so wichtige Projekte wie der Bau der Kläranlagen in Irschenberg und Niklasreuth, die Entwicklung der Baugebiete Fichtenweg und Riedingerweg sowie der Brückenbau bei Auerschmiede und Fehlleiten. Ein steter Begleiter waren die Feuerwehren und deren Bedürfnisse. Maßgeblich war Bögl auch an der Entwicklung der Gewerbegebiete Salzhub und Wendling und an den Verhandlungen mit dem Wasserverbund Aibling beteiligt, die mit zur finanziellen Unabhängigkeit und einer gesicherten Wasserversorgung Irschenbergs beitragen. Als jüngste fertige Projekte wurde kürzlich noch der Kindergarten eröffnet und schnelles Internet für 500 Haushalte ausgerollt. Nicht nur wegen der vielen lobenden Worte fiel Bögl der Abschied schwer: „Mich erfasst schon eine gewisse Traurigkeit, weil mir Irschenberg zu einer zweiten Heimat geworden ist und mir die Bürger ans Herz gewachsen sind. Wo es ging, habe ich wirklich jedem gerne geholfen und nach Kräften unterstützt.“ Überzeugt, dass letztlich alles eine Gemeinschaftsleistung war, wünschte er dem Gemeinderat weiterhin weise Entscheidungen für die Zukunft und bat, das ihm entgegengebrachte Vertrauen auf seine Nachfolgerin Irmgard Dinges zu übertragen: „Ihr werdet sehen, mit ihr geht alles so gut weiter wie bisher.“ Dinges ist bereits seit Januar 2017 in der Gemeindeverwaltung und bereitet sich seither an Bögls Seite auf die Übernahme der Dienstgeschäfte vor. Für Bögl selbst bleibt in Zukunft zumindest daheim in Darching mehr Zeit für seine Hobbys, Wandern und Keyboard spielen.         hac

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