Nutzer müssen künftig nach Hauserdörfl fahren

Ende Februar ist Schluss: Wertstoffhof in Schaftlach schließt

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Der Schaftlacher Wertstoffhof schließt am Monatsende.

Schaftlach – Der Wertstoffhof am Schaftlacher Bahnhofweg macht am Donnerstag, 28. Februar, zu. Genau an diesem Tag endet der Pachtvertrag, den das Vivo Kommunalunternehmen mit dem Grundstückseigentümer, einem Altmetallhändler, geschlossen hatte. Dieser benötigt das Gelände für die eigene betriebliche Entwicklung. Für die Schaftlacher bedeutet das, dass sie künftig zum Wertstoffhof in Hauserdörfl fahren müssen.

Trotz intensiver Zusammenarbeit mit der Gemeinde Waakirchen stehe ein geeignetes Ersatzgrundstück gegenwärtig nicht zur Verfügung, lässt das Vivo Kommunalunternehmen (KU) für Abfall-Vermeidung, Information und Verwertung im Oberland wissen. Zur Entsorgung aller gängigen Wert- und Abfallstoffe komme vor allem der Wertstoffhof in Hauserdörfl in Betracht, teilt das KU mit. Jedoch soll im Bereich des Bahnhofs ein neuer Containerstellplatz eingerichtet werden, „damit die Abgabe von Leichtverpackungen, Altglas und -kleidern weiterhin möglich bleibt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Wie Vivo-Vorstand Thomas Frey auf Anfrage erläutert, bestehe der Schaftlacher Wertstoffhof seit den 1990er Jahren und sei stets gut genutzt worden. „Im Jahr wurden dort über 300 Tonnen Wertstoffe und Abfälle gesammelt“, berichtet Frey, der für die Schaftlacher gerne einen Ersatz am Ort gesehen hätte. Doch daraus sei leider nichts geworden. Die Gemeinde habe lediglich ein Grundstück im Bereich der Splitthalle anbieten können, dieser Standort liege jedoch nicht weit vom

Hauserdörfler Wertstoffhof entfernt. „Luftlinie sind es nur 500 Meter Entfernung“, zeigt Frey auf. Es wäre also nicht sinnvoll, dort (beim Krai) einen neuen Wertstoffhof zu schaffen. Allerdings sei es gelungen, den Vertrag mit Georg Bachhuber, dem Betreiber des Wertstoffhofs in Hauser­dörfl, vorzeitig zu verlängern. „Und zwar bis zum Jahr 2032“ informiert Frey. Der besagte Wertstoffhof werde stark frequentiert, es fallen dort rund 600 Tonnen Wert- und Abfallstoffe im Jahr an. Die Kapazitäten würden auch in Zukunft gut ausreichen. „Bei Bedarf bestünde die Möglichkeit, zu erweitern“, sagt Vivo-Chef Frey. rei

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