Eine Art Einfirsthof

Entwurf für die Bebauung des Sondergebiets Transport in Irschenberg vorgestellt

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Hinter dem Kiesablageplatz soll der neue Lettenbichler-Firmensitz im Stil eines traditionellen Bauernhofs gebaut werden. Durch die Geländeneigung soll der Bau weniger wuchtig wirken.

Irschenberg – Wie berichtet, möchte das Transportunternehmen Lettenbichler von Sinnetsbichl auf ein etwa 7000 Quadratmeter großes Areal in Sperlasberg umziehen. Für das eigens dafür geplante Sondergebiet Transport hat der Miesbacher Architekt Joachim Staudinger bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Irschenberg einen Bebauungsplanentwurf vorgestellt.

Laut Planung möchte Letten­bichler in einer ersten Phase entlang des vorhandenen Kieslagerplatzes ein relativ großes Büro- und Technikgebäude mit einer Betriebsleiterwohnung und zwei kleinen Appartements für wechselnde Fahrer bauen. Später soll quer dazu eine Unterstellhalle für sechs bis sieben Lastwagen mit einem begrünten Verbindungsdach zum Hauptgebäude folgen. Mit einer Gegenstimme von Hans Maier (FDP/aktive Bürger) billigte der Gemeinderat den Entwurf und gibt ihn jetzt in das Verfahren zur Öffentlichkeitsbeteiligung. Aus persönlichen Gründen haben sich Maria Drexl (FW Niklasreuth), Marinus Eyrainer (FW Reichersdorf) und Klaus Waldschütz (CSU) der Stimme enthalten. Wie Geschäftsleiterin Irmgard Dinges erklärte, steht der Beschluss dem offenen Petitionsverfahren gegen das Projekt Sondergebiet Transport auch nicht entgegen. Auf den ersten Blick wirkte das Gebäude auf den Plänen tatsächlich wie eine große Hofstatt mit einer Scheune. Der vordere verputzte Bereich mit dem Bürotrakt und Sozialräumen bekommt Sprossenfenster, und der hintere Technik- und Werkstattbereich soll dank der Holzverkleidung und der Holzlamellen über den Fenstern an einen Stadl erinnern. Ob das Satteldach mit roten Ziegeln, Betonplatten oder in Stahlfalztechnik ausgeführt wird, steht noch nicht fest. Offen ist auch noch die Art der Beheizung. Eine Unterkellerung ist nicht vorgesehen. Weil eine Pflasterung mit Verbundsteinen auf Dauer der hohen Belastung nicht standhält, soll die gesamte Hoffläche asphaltiert werden. Im Zuge der Baumaßnahmen soll außerdem die Straße entlang des Sondergebiets für Gegenverkehr erweitert werden.

Etwas aus dem Rahmen eines herkömmlichen Hofes fallen die Wandhöhen von 9,25 Meter für das Hauptgebäude und 8,75 Meter für die Unterstellhalle. Wie Staudinger sagte, sei die Höhe aber notwendig, weil alleine schon die Garagen eine lichte Höhe von 5,75 Meter haben müssen, um die Kabinen für Servicearbeiten nach vorne kippen zu können. Da aber nach Staudingers Berechnungen das Gelände zur Straße hin von Südost nach Nordwest ein Gefälle von etwa zweieinhalb Metern hat, liegen die Gebäude von der Sichtachse her tiefer. Deshalb sah Sitzungsleiter Klaus Meixner (CSU) die Höhe auch nicht so dramatisch: „Insgesamt schaut das was gleich. Ich würde auch die gesamte Überplanung als sinnvoll sehen. Sonst müssen wir für den Anbau wieder von vorn anfangen.“

Wie Franz Nirschl (FW Reicherdorf) es ausdrückte, legte der Gemeinderat mit dem Beschluss ein weiteres Puzzlestück in das Sondergebiet Transport: „Auch wenn der Planentwurf sehr komplex ist, müssen wir ihn auf den Weg bringen, dass da auch was vorwärts geht.“

Laut Staudinger liegt inzwischen neben dem FFH-Gutachten auch das Boden- und Schallschutzgutachten vor, beide lassen die von ihm vorgestellte Bebauung zu. Die gemäß Umweltbericht auferlegte 14.000 Quadratmeter große Ökoausgleichsfläche möchte Lettenbichler nach Staudingers Auskunft im Leitzachtal schaffen. hac

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