Eröffnung der Tegernseer Woche mit viel Musik und bewegenden Erinnerungen

Getragen von Kultur und Melodie

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Das Salonorchester Karl Edelmann eröffnete die Tegernseer Woche. Diese bietet noch bis kommenden Mittwoch allerlei Kulturelles.

Tegernsee – Zum vierten Mal in Folge gelang es Birgit Halmbacher, als Leiterin der Tegernseer Woche, mit viel Gespür ein heuer zwölftägiges Programm zusammenzustellen.

„Wir haben auch bei der 44. Tegernseer Woche wieder viel Neues im Programm“, machte Bürgermeister Johannes Hagn bei seinem Eröffnungsgrußwort neugierig. „Die G‘schicht vom Brandner Kaspar gehört zu Tegernsee wie Kloster und Bier – lassen Sie sich von unserer Heimatführerin in die Welt des Brandner entführen.“ Auf die Spuren der 1000-jährigen Baugeschichte der ehemaligen Klosterkirche können sich Interessierte gemeinsam mit zwei Wissenschaftlern der TU München begeben. Dem Tegernseer Bier ist eine eigene Veranstaltung gewidmet. Geschäftsführer und Braumeister des Herzoglichen Brauhauses führen gemeinsam mit Roland Götz und Walter Kohlauf durch die Geschichte und erzählen Geschichten zum flüssigen Brot. 

Bürgermeister Hagn korrigierte, dass der Erinnerungsabend an den verstorbenen Journalisten, Michael Heim, der für den morgigen Donnerstag, im Programm-Heft steht, auf Sonntag, 13. November, verschoben werden muss. 

Getragen wird die Tegernseer Woche traditionell von den musikalischen Veranstaltungen. Vom Podium junger Solisten, der Musica Sacra über den Liederkranz bis zur Volksmusik wurde auch heuer wieder eine besonders hochwertige Auswahl getroffen. Das Eröffnungskonzert bestritt das Salonorchester Karl Edelmann. Das zehnköpfige Ensemble von ausgebildeten Musikern ist in ganz Bayern hauptsächlich als Tanzorchester bekannt. Gründer Karl Edelmann, 1962 in Tegernsee geboren, verbrachte seine Kindheit in Wildbad Kreuth. Sie war geprägt durch das Schaffen seines Vaters Karl Edelmann senior. Begegnungen mit Volksmusik-Persönlichkeiten weckten die Begeisterung des Juniors für die traditionelle alpenländische Volksmusik und prägte seinen Geschmack.

Das Spektrum des Salonorchesters Karl Edelmann reicht von Melodien des 18. und 19. Jahrhunderts über Lateinamerikanische Standardtänze bis hin zu Jazznummern und Schlagern quer durch das 20. Jahrhundert. Auch Stücke, die Gründer und Kontrabassist Karl Edelmann selbst arrangiert hatte, zählten zu den musikalischen Ohrwürmern des Abends. Gekonnt verband Moderator Albrecht Hampe das Gebotene mit unterhaltsamem Hintergrundwissen. 

„Obwohl der E-Werks-Chef offiziell erst Ende nächster Woche in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wird, hat er sich bereits heute auf eigenem Wunsch mit Ehefrau Lilly in die fünfte Reihe gesetzt“, ließ Bürgermeister Hagn die Konzertbesucher schmunzelnd wissen. Seinem zukünftigen Unruhestand machte Norbert Kruschwitz alle Ehre, als zum Auftakt des Abends der deftige Guttenberg-Marsch erklang, einst Erkennungsmelodie des 48. Infanterie-Regiments in Wien. Ein besonderer Ohrenschmaus für Kruschwitz als Oberstleutnant der Reserve bei den Gebirgspionieren, was ihn kaum auf dem Sitz hielt. 

An eigene Turniertanzzeiten wurde der Hausherr des Gymansiums Tegernsee, Schuldirektor Werner Oberholzner erinnert, der mit Gattin in der vordersten Reihe saß. Der „Original Charleston“ gehörte da ebenso dazu wie der „Schwarze-Rosen-Tango“ und der „Da Capo Foxtrott“. Dass am Eröffnungsabend der Publikums-Geschmack getroffen wurde, bewies der lang anhaltende Applaus am Ende. 

Tickets und das Programm zum Nachlesen gibt's hier.

iv

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