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Erste Hilfe an Bord? Verbandskasten noch vorm Sommerurlaub prüfen

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Verbandskasten
Bevor es in die Sommerferien geht, sollte man seinen Verbandskasten überprüfen. © Johanniter

Landkreis – Der Ortsverband Rottach/Kreuth der Johanniter-Unfall-Hilfe empfiehlt, den Verbandskasten im Auto vor dem Urlaub zu kontrollieren. Masken gehören seit 2022 dazu.

In wenigen Tagen werden viele mit dem Auto in den Urlaub starten. Verbandskästen sind dabei gute Begleiter – nicht nur in Autos. Vor der Abreise sollte man rechtzeitig einen Blick auf den Inhalt werfen. Der kleine Lebensretter ist für jeden Pkw vom Gesetzgeber verbindlich vorgeschrieben. Die DIN-Norm 13164 regelt seinen Inhalt.

Unter anderem gehören Wundpflaster, Verbandpäckchen, Mullbinden und eine Rettungsdecke hinein, aber auch Einmalhandschuhe und eine Erste-Hilfe-Schere zählen zur Grundausstattung. Auch zwei medizinische Gesichtsmasken müssen nach der DIN-Norm seit diesem Jahr enthalten sein.

Verbrauchte Materialien wieder nachfüllen

„Oft nutzen Autofahrer den Verbandskasten als Erweiterung ihrer Reiseapotheke, zum Beispiel bei Wanderungen. Das ist sehr sinnvoll, aber sie dürfen nicht vergessen, die verbrauchten Materialien wie Wundpflaster oder Kompressen wieder nachzufüllen“, erklärt Thomas Fuchs, Leiter der Erste-Hilfe-Ausbildung der Johanniter im südöstlichen Oberbayern. „Auch sollte man den Inhalt der überarbeiteten Norm anpassen und medizinische Gesichtsmasken oder besser FFP2-Masken ergänzen.“

In den Verbandskasten gehören auch zwei Feuchttücher zur Hautreinigung, ein mehrteiliges Pflasterset und ein kleines Verbandpäckchen – zum Beispiel für Kinder. Wichtig ist, den Inhalt regelmäßig zu kontrollieren. Es kann zum Beispiel passieren, dass sterile Wundauflagen verkeimen, Pflaster nicht mehr kleben oder Fixierbinden durch Temperaturwechsel ihre Elastizität verlieren.

Verbandskasten nicht unter Reisegepäck

„Sterile Verbandsmaterialien wie Wundkompressen oder Verbandstücher haben ein Verfallsdatum, das auf der Verpackung aufgedruckt ist“, sagt der Erste-Hilfe-Experte. „Ist dieses Datum überschritten, muss das Material ausgetauscht werden. Gleiches gilt, wenn die Verpackung von sterilen Materialien beschädigt ist.“ Im Handel erhalten Autofahrer alle notwendigen Materialien, um den Verbandskasten wieder auf den aktuellen Stand zu bringen.

Gerade bei längeren Fahrten oder Urlaubsreisen sollte der Verbandskasten nicht ganz unten unter dem Reisegepäck verstaut sein: „Zur Urlaubssaison kommt es auf Autobahnen häufig zu Staus mit Auffahrunfällen und verletzten Reisenden“, sagt der Johanniter. „Wer dann seinen Verbandskasten im Kofferraum lange suchen muss, verliert wertvolle Zeit. Der beste Ort ist, ihn sicher unter dem Fahrersitz zu verstauen. So hat man jederzeit Zugriff.“ Dort ist der Kasten auch vor Sonneneinstrahlung geschützt.

Sofort den Notruf 112 verständigen

„Autofahrer sollten sich mit dem Inhalt des Verbandskastens und der Anwendung des Materials vertraut machen, bevor es zum Notfall kommt“, rät Fuchs. „Sinnvoll ist, regelmäßig seine Erste-Hilfe-Kenntnisse in einem entsprechenden Kurs aufzufrischen. Dann fühlt man sich im Ernstfall sicherer.“

Wer im Notfall nicht wisse, wie er helfen kann, schlägt in der Erste-Hilfe-Broschüre nach – auch die gehört in den Verbandskasten. „Bei schweren Verletzungen gilt natürlich: Sofort den Notruf über 112 verständigen“, sagt Thomas Fuchs.

Das muss im Verbandskasten enthalten sein:

ksl

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