Grenzpolizeistation Kreuth im Einsatz

Falschgeld zum Spaß gekauft: Polizei nimmt 22-Jährigen am Irschenberg fest

Falschgeld
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Dieses Falschgeld haben Schleierfahnder der Grenzpolizeistation Kreuth an der A8 nahe Irschenberg festgestellt.

Irschenberg – Falschgeld haben Schleierfahnder der Grenzpolizeistation Kreuth bei einer Kontrolle an der A8 nahe Irschenberg aufgespürt. Und die Autobahnpolizei hat Raser gestoppt.

Schleierfahnder der Grenzpolizeistation Kreuth haben bei einer Kontrolle an der Tank- und Rastanlage Irschenberg 2.340 Euro Falschgeld entdeckt. Die Polizisten kontrollierten am Freitag (27. November), gegen 20.30 Uhr, einen VW mit deutscher Zulassung. Als die Beamten den 22-jährigen Fahrer näher unter die Lupe nahmen, fanden sie in dessen Geldbeutel 46 Scheine Falschgeld.

„Dabei handelte es sich um 20-Euro-Scheine mit dem Aufdruck Copy, sogenanntes Movie Money, sowie um 50- und 100-Euro-Scheine mit chinesischen Schriftzeichen“, bwerichtet die zuständige Grenzpolizeiinspektion Raubling. „Diese werden auch als Totengeld bezeichnet und in einigen Kulturen als Grabbeigabe verwendet.“

Darauf angesprochen, erklärte der junge Mann, das Geld zum Spaß im Internet gekauft zu haben. Die Fahnder fanden das allerdings weniger spaßig und nahmen den gebürtigen Kroaten vorläufig fest. Er erhielt eine Anzeige wegen Verdachts der Geldfälschung – ein Verbrechen, das mit hohen Strafen geahndet wird. Das Falschgeld wurde sichergestellt.

Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen konnte der im Landkreis Rosenheim wohnhafte Mann die Dienststelle wieder verlassen. Weitere Ermittlungen führt die Kriminalpolizeistation Miesbach.

„Besonders das Movie Money lässt sich äußerlich schwer von echten Banknoten unterscheiden“, erläutert die Grenzpolizeiinspektion Raubling. „Der kleine Aufdruck Copy oder Prop copy auf der Rückseite ist leicht zu übersehen.“ Durch die Prüfmethode „Fühlen-Sehen-Kippen“ könne das Falschgeld identifiziert werden. „Sollten Sie Falschgeld erkennen, wenden Sie sich an die nächstgelegene Polizeidienststelle“, appelliert die Polizei. „Geben Sie Falschgeld auf keinen Fall an andere Personen weiter. Dadurch können Sie sich strafbar machen.“

Polizei: Kontrollen auf A995 und A8

Zudem berichtet die Autobahnpolizeistation Holzkirchen von einigen Verkehrsteilnehmern, die in der Nacht von Freitag (27. November) auf Samstag (28. November) im Landkreis Miesbach sowie auf den Autobahnen A995 und A8 zu schnell ans Ziel wollten. Um die Geschwindigkeit zu kontrollieren und die geltenden Geschwindigkeitsbegrenzungen zu überwachen, kamen mit Messtechnik ausgestattete Videofahrzeuge zum Einsatz.

„Mehrere Verkehrsteilnehmer müssen mit einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen“, resümiert die Autobahnpolizei. „Die gemessenen Höchstgeschwindigkeiten lagen bei 90 km/h innerorts sowie 169 km/h auf einem Streckenabschnitt der A995 bei erlaubten 80 Kilometern pro Stunde.“

Im Rahmen der durchgeführten Verkehrskontrollen wurde auch der technische Zustand der Fahrzeuge überprüft. Beanstandet werden mussten dabei insbesondere Mängel an den lichttechnischen Einrichtungen. „Die Autobahnpolizeistation Holzkirchen mahnt ihm Hinblick auf die jahreszeitbedingten Straßen-, Witterungs- und Sichtverhältnisse zu einer umsichtigen Fahrweise und Überprüfung der Fahrzeugbeleuchtung vor Fahrtantritt“, appellieren die Beamten. ksl

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