Faschingszüge im Landkreis / Großer Abschluss am heutigen Dienstag in Miesbach

Wikinger, Drache und Biber

1 von 35
Spaß beim Faschingsumzug in Holzkirchen.
2 von 35
Spaß beim Faschingsumzug in Holzkirchen.
3 von 35
Spaß beim Faschingsumzug in Holzkirchen.
4 von 35
Die Unterhaltungs-Profis der Crachia waren auch in Miesbach wieder voll in ihrem Element.
5 von 35
Spaß beim Umzug in Miesbach.
6 von 35
Spaß beim Umzug in Miesbach.
7 von 35
Spaß beim Umzug in Miesbach.
8 von 35
Spaß beim Umzug in Miesbach.

Landkreis - Nicht nur in Hausham waren am vergangenen Sonntag die Narren los, auch in Holzkirchen und Tegernsee schlängelten sich die Gaudiwürmer. Während die Marktgemeinde von Wikingerhorden samt Schiff und "Bajuwingern" unsicher gemacht wurde, standen Umweltpolitik, Lokales und die große Koalition in Tegernsee im Fokus. Haushams Crachia wartete sogar mit einer feurigen Überraschung auf. Im Folgenden gibt's die Berichte zu den drei Zügen samt Fotos zu Holzkirchen und Tegernsee. Aber es wird noch lange nicht still im Landkreis: Den krönenden Abschluss der wilden Zeit bildete am heutigen Dienstag der Zug in Miesbach, gefolgt von einem bunten Faschingstreiben am Marktplatz. Fotos davon gibt's ebenfalls in der Fotostrecke. Die Haushamer Bilder haben hier eine eigene Galerie bekommen.

Hausham

Alle drei Jahre veranstaltet die Crachia Hausham ihren großen Faschingszug durch die Gemeinde. 21 Gruppen nahmen heuer am Zug teil, auch die Gemeinde selbst war mit einem Wagen vertreten: „Die Kohle muss her“, prankte auf dem mobilen „Förderturm“. Allerlei Politisches war beim Zug dabei: So setzte sich eine Gruppe mit dem Thema Regierungsbildung und Jamaika-Koalition auseinander, samt rot-gelb-grünem Farbspektakel und Angela Merkel mit Joint. König Ludwig II „persönlich“ warb für seine „Dö Narrischen“-Partei. Munter wippend kam dank der Feierlaune THWler der Wagen der „Teufel, Hexen und Werwölfe“ daher, auch Trolle, „Angry Birds“, Wikinger und Engel hatten ihren Spaß. Das große Finale folgte mit dem Wagen der Crachia selbst: Der Hofstaat um das Prinzenpaar Kristin I. und Roman I. versetzte die Zuschauer mit einer fahrenden Burg samt Zugbrücke ins Mittelalter. Doch ach, Schreck, was lauerte da in der Burg? Als große Überraschung ließ die Crachia einen meterlangen Drachen auf die Feiernden los. Apropos furioses Finale: Sieben-Sterne-Generalfeldmarschal Fritz Wirth führte den Zug heuer ein letztes Mal an, seit 25 Jahren ist Wirth schon für die Durchführung der Faschingszüge in Hausham verantwortlich und organisiert das jährliche bunte Treiben am Bahnhofsplatz. Beim Zug durch die Bergwerksgemeinde und beim Gaudiwurm durch die Kreisstadt am gestrigen Dienstag (nach Redaktionsschluss) trug Wirth seine Uniform zum letzten Mal zur Schau, der Sieben-Sterne-Generalfeldmarschal geht heuer in den Ruhestand. she

Holzkirchen

Mit lautem Getöse setzte sich am Faschingssonntag pünktlich um 11.11 Uhr eine Horde wüster Nordmänner und -frauen vom Holzkirchner Bahnhof Richtung Marktplatz in Bewegung. Dazu aufgerufen hatten „De Damischen“ unter dem Motto „D´Holzkirchner hokan Hörndl auf!“. Im Schlepptau war dann auch ein furchterregendes Drachenboot, wie es schon im Mittelalter Angst und Schrecken über Europa gebracht hat. Die Einnahme des Wikingerlagers ging dann jedoch ganz ohne Blutvergießen und dafür mit einem bunten und lustigen Fest einher. Bestens war auch die Stimmung bei den Maschkara, die den Zug säumten und anfeuerten. Das trieb die stolzen Krieger aus ganz Skandinavien natürlich zu Höchstleistungen an und die vielen kleinen Besucher durften sich über einen dichten Bonbonregen freuen. Dabei war nicht ganz Holzkirchen von finsteren Kelten, Hexen, Druiden und sonstigen düsteren Gestalten belagert. Inmitten der Normannenhorde trotzten in strahlend weiß-blauen Rauten gehüllte Bajuwaren den Eroberern. Und als Zeichen ihrer Unerschrockenheit führten sie sogar einen erlegten Eisbären aus dem Land der Plünderer mit sich. Da die Wikinger aber nicht nur als blutrünstige Krieger, sondern auch als ausgezeichnete Kaufleute bekannt waren, war dann der Weg zur friedlichen Völkerverständigung mit einem gemeinsamen gesitteten Gelage bei den schaurig-schönen Klängen der Live-Band Groove Garage wirklich nur eine sehr kurze Frage der Zeit. Das dürfte auch die Kriegskasse des Holzkirchner Faschingsvereins „De Damischen“ freuen. Schließlich soll auch in diesem Jahr wieder eine kräftige Spende an soziale Einrichtungen in Holzkirchen fließen. hac

Tegernsee

Fröhlich ging‘s zu beim großen Faschingsumzug durch Tegernsee am vergangenen Sonntag. Gutgelaunte zwei Stunden lang schlängelte sich der Gaudiwurm bei der ein oder anderen Schneeflocke aus bedecktem Himmel vom Bahnhof zur Hauptstraße, am Rathaus vorbei in die Rosenstraße und endete mit einer großen After-Show-Party am „Feierhaus zu Dägansää“. Tierisches Thema Nummer eins im bunten Reigen der Teilnehmer war eindeutig der Biber an der Weissach. Mindestens vier Gruppen kostümierten sich entsprechend pelzig und hatten aufwändige Wagen gestaltet, zum Beispiel nach dem Motto „Den Biber deaf ma ned schiassn, irgendwann wean mas scho biassn.“ Zudem blies ein monströses Biber-Ungetier mit blinkenden Augen und beweglichem Kopf vorne Rauch und hinten Sägespäne in die gut gelaunte Zuschauerschar, die vor allem die Bahnhofstraße belagerte. Freilich lieferten auch die Fledermäuse in Wiessee fruchtbaren Boden für viele freche Sprüche. Dem „Auszug der letzten Einheimischen ausm Dägansääa Doi“ folgten der „Partybus zum Woidfest“, die „Mr. und Mrs. Dägansää Wahl“ und der „Jet-Set“-Truck für Frotzeleien rund um die „Lago-di-Bonzo“-Fraktion. Freilich wurde auch der neue Japanische Spa am Tegernsee inklusive „Hot-Tub-Hommage“ ordentlich auf die Schippe genommen. Wild ging‘s auch bei den Gmunder Seegeistern zu, die sich ihren eigenen Western-Saloon gleich mitbrachten. Zum Schluss des Umzugs wurde es dann narrisch bundespolitisch: Angela Merkel ritt auf einem Trojanischen Pferd nebst Seehofer, Söder und Schulz hoch über dem Spruch: „Bei Troja war das Pferd recht hohl, heuer wird’s die GroKo wohl“. sko

Auch interessant

Meistgelesen

Sonne schien für Reichersdorf: Bildergalerie zur Leonhardifahrt
Sonne schien für Reichersdorf: Bildergalerie zur Leonhardifahrt
Überfall in Rottacher Wohnhaus / Zeugen dringend gesucht
Überfall in Rottacher Wohnhaus / Zeugen dringend gesucht
Zeitzeugenabend zur Ausstellung 40 Jahre Gemeindegebietsreform in Sauerlach
Zeitzeugenabend zur Ausstellung 40 Jahre Gemeindegebietsreform in Sauerlach
Vernissage: Schulübergreifendes Kunstprojekt an der Miesbacher Klostermauer
Vernissage: Schulübergreifendes Kunstprojekt an der Miesbacher Klostermauer

Kommentare