Fast alles im grünen Bereich

Steigende Wasserpreise einer der wenigen Aufreger bei Valleyer Bürgerversammlung

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Bürgermeister Andreas Hallmannsecker (r.) hatte bei der Bürgerversammlung kaum schlechte Nachrichten zu verkünden.

Valley – Bei der Bürgerversammlung im Gasthaus „Zum Kirchenwirt“ hatte Valleys Bürgermeister Andreas Hallmannsecker wenig Besorgniserregendes vorzutragen. Lediglich die Verteuerung der Abgaben für Wasser und Abwasser wird die Valleyer demnächst direkt betreffen. Dran bleiben möchte Hallmannsecker bei den Themen Autobahn-Lärmschutz, Hochwasserschutz und Breitbandausbau. Ebenso sollen die Situation der Kindergärten verbessert und neue Wege der Energiegewinnung geprüft werden.

„Wir kommen aus rechtlichen Gründen nicht drum herum und müssen die Gebühren für unser Wasser nach langen Jahren erhöhen“, erklärte Hallmannsecker die Verteuerung. Künftig kostet der Kubikmeter Trinkwasser statt 70 Cent 79 Cent und der Preis fürs Abwasser steigt von 1,60 Euro auf 2,20 Euro. Damit liegt Valley im mittleren Preissegment des Landkreises.

Unzufrieden ist Hallmannsecker mit dem Sachstand des seit 2009 zugesicherten Rechtsanspruchs auf Lärmschutz an der Autobahn. Das Planfeststellungsverfahren sei ins Stocken gekommen, weil durch den Ausbau der Autobahn Risiken für die Trinkwasserversorgung der Landeshauptstadt München gesehen und diese untersucht werden. „Das zieht sich schon ewig und wir können nichts dagegen machen“, meinte Hallmannsecker verärgert.

Besser sieht es mit der Energiewende aus. Mit den Photovoltaikanlagen der Energiewende Oberland auf dem Feuerwehrhaus Mitterdarching und auf dem Sportstüberl wurden von 2014 bis 2017 rund 210 Megawattstunden Solarstrom erzeugt. Das entspricht einer Einsparung von etwa 393 Tonnen Kohlendioxid. Weitere rund 42 Tonnen wurden mit der gemeindeeigenen Anlage auf der Kläranlage eingespart. Die Nahwärmeheizanlage erzeugte von Mai 2017 bis April 2018 knapp 1400 Megawattstunden. Auch hier war die Einsparung mit etwa 380 Tonnen Kohlendioxid und rund 110.000 Liter Heizöl immens. Die Betriebskosten in den vergangen Jahren lagen allerdings geringfügig über den Einnahmen, weshalb die Gebühren für die 26 angeschlossenen Anwesen nach der nächsten Periode neu berechnet werden müssen. Unbefriedigend seien hingegen die 25,5-prozentigen Wärmeverluste. Hier solle nachgebessert werden. Außerdem möchte die Gemeinde den weiteren Ausbau von Photovoltaikanlagen und die Nutzung von Wasserkraft an der Mangfall prüfen.

Dem Bedarf an Kindergartenplätzen soll mit der Eröffnung einer dritten Gruppe Rechnung getragen werden. Zudem wird über angepasste Öffnungszeiten nachgedacht. Um die Sicherheit vor den Kindergärten und Schulen zu erhöhen, ist die Gemeinde dem Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland beigetreten und lässt nun neun Messstellen überwachen.

Als ständige Gefahrenquelle bezeichnete Hallmannsecker den Dorfbach. Neben der notwendigen Sanierung durch die Gemeinde bat der Bürgermeister die Anwohner, ab und an die Gitter und Durchläufe zu reinigen. Eventuell sei für den Hochwasserschutz auch die Erhöhung des Rückhaltebeckens notwendig.

In Sachen Breitbandversorgung ist Glasfaser in jedes Haus das Ziel. In Ober- und Mitter­darching sowie im Mühltal und Schmidham läuft der Ausbau durch die Telekom bereits oder beginnt demnächst. In Ober- und Unterlaindern sowie in Grub bietet die Firma Avacom VDSL 2 an. In den anderen Ortsteilen sollen durch den Ausbau der Telekom mit Vectoringtechnik mindestens 30 Megabit je Sekunde möglich sein. Die Gemeinde möchte auch weiterhin alle staatlichen Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen.

hac

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