Feuchte treibt die Kosten

Stadt unterstützt Verein „eigeninitiativ“ / Bürgerstiftung soll Zahlen vorlegen

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Für Investitionen in das „Kulturhaus zur goldenen Parkbank“ erhält der Verein „eigeninitiativ“ einen Zuschuss der Stadt.

Miesbach – Die Bürgerstiftung und der Verein „eigeininitiativ“ wurden bei der Stadt Miesbach mit Anfragen vorstellig. Beide hoffen auf Zuschüsse. Erstere zur Wiedererrichtung der historischen Mariengrotte, der Verein für die Nebenkosten, respektive Investitionen zum Betrieb des „Kulturhaus zur goldenen Parkbank“ im Haindlkeller. Die dortige bauliche Situation führt zu sehr hohen Stromkosten.

Die rund 120 Jahre alte Mariengrotte auf dem Gelände des ehemaligen Klosters wurde durch einen im Sturm umgefallenen Baum schwer beschädigt (wir haben berichtet). Die Kosten für die Wiederherstellung würden sich auf 7000 bis 10.000 Euro belaufen, so die Schätzung der Bürgerstiftung. Dabei erklärte die Vereinigung, dass sie selbst aus Erträgnissen und Spenden nur maximal 3000 Euro aufbringen könne und bat die Stadt um einen zweckgebundenen Zuschuss. Dafür würden Mitglieder der Bürgerstiftung sämtliche Gestaltungs- und Planungsarbeiten, die Bauüberwachung und die künftige Pflege übernehmen. Der Stadtrat sprach sich einstimmig dafür aus, den Antrag erst einmal zurückzustellen und forderte die Vereinigung auf, eine Vermögensübersicht, beziehungsweise Einnahmen und Auslagen darzulegen.

Letzteres hat der Verein „eigeninitiativ“ bereits getan. Seit 2015 übernimmt er eine ganze Reihe der Nebenkosten im „Kulturhaus zur goldenen Parkbank“. Deren Gesamtsumme beläuft sich für 2016 auf 6249 Euro, wobei 4278 Euro alleine auf die Stromversorgung entfallen. Diese ist so hochpreisig, weil in den Räumlichkeiten permanent ein Entfeuchter in Betrieb sein muss, um die problematische Raumfeuchte einigermaßen in den Griff zu bekommen. Bei einem Gespräch mit Bürgermeisterin Ingrid Pongratz legte die Vorstandschaft von „eigen-

initiativ“ dar, dass man Investitionen im Haindlkeller plane und dies dem Verein bei vollständiger Zahlung der Nebenkosten praktisch unmöglich sei.

„Die haben schon etliches investiert,“ erklärte Pongratz. An sich müsste „eigeninitiativ“ die Nebenkosten selbst begleichen, aber angesichts des finanziellen Engagements des Vereins in den Räumlichkeiten könne man über einen Nachlass reden. Erhard Pohl (CSU) wollte dafür im Gegenzug etwas einfordern – mehr Sauberkeit und dass der Haindlkeller als politisch neutraler Ort gehalten würde. Pohl störten Antifa-Plakate. Sie habe dies bereits bei der neuen Vorstandschaft angesprochen und der Ort sei „eh schon sauberer“, fand die Bürgermeisterin. Dass man das Problem mit dem hohen Stromverbrauch in den Griff bekommen solle, regten Manfred Burger (Grüne) und Gerhard Braunmiller (CSU) an. Schließlich entschied sich das Gremium mit 19 zu eins Stimmen für einen Zuschuss zu den anstehenden Investitionen von „eigeninitiativ“ in Höhe von 3.000 Euro.

maf

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