Bürgermeister Josef Lechner informiert

Baugebiet Wolfsee in Fischbachau: So ist der aktuelle Stand

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Vom ehemaligen Campingplatz ist nicht mehr viel zu sehen. Die Planungen für das Wohngebiet am Wolfsee schreiten voran.

Fischbachau - Die Pläne für das Baugebiet Wolfsee werden immer konkreter. Zwei Drittel der Parzellen sind bereits vergeben. Auch die Gemeinde selber wird bauen.

Im Herbst kommenden Jahres könnten am Wolfsee die ersten Häuser entstehen. Doch wer darf überhaupt bauen? Das ist mittlerweile ebenso entschieden wie manche andere Festsetzung für das neue Baugebiet. Wie Bürgermeister Josef Lechner am Montagabend im Gemeinderat bekannt gab, hat das Gremium bereits in nicht-öffentlicher Sitzung 18 Parzellen vergeben.

„Wir hatten rund 30 Interessenten“, sagte Lechner. „Und die, die nicht zum Zuge gekommen sind, sind in erster Linie von weit außerhalb des Landkreises.“ Lechner freut sich, dass nun schon zwei Drittel der Grundstücke vergeben sind – „zu zirka 90 Prozent an Einheimische“. Sie werden Anfang November über ihr Glück informiert, danach geht es an die Ausarbeitung der notariellen Verträge. „Etwa die Hälfte des Erlöses, den wir erwarten, hätten wir herein“, sagte Lechner. 6,6 von 12,9 Millionen Euro, wenn die Verkäufe laufen wie erwartet.

Unerwartet war das geringe Interesse am Baugruppenmodell, wonach sich mehrere Bewerber zusammentun und ein Haus nach ihren jeweiligen Bedürfnissen bauen. Von dieser Option hat sich der Gemeinderat verabschiedet, ermöglicht nun aber den Bau von Eigentumswohnungen. In diesem „Baugruppenmodell passiv“ kauft ein Bauträger eine Parzelle und baut schlüsselfertig, nachdem er bereits Vorverträge mit Käufern von Eigentumswohnungen geschlossen hat. Eine Erstwohnsitzverpflichtung und 4500 Euro als Obergrenze je Quadratmeter sind festgelegt.

Teurer dürfen die Eigentumswohnungen nur werden, wenn sich die Käufer vorher damit einverstanden zeigen – also ausdrücklich einen höheren Standard wünschen. „Dann wollen wir nicht im Weg stehen“, sagte Lechner. Zudem möchte die Gemeinde nun auch selbst Wohnraum zur Verfügung stellen. Dafür behält sie eine Parzelle, baut dort selbst und vermietet für mindestens 20 Jahre. 90 Prozent Förderung erhofft sich Lechner und dadurch „einen sehr attraktiven Mietpreis“. Nach 20 Jahren könnte die Gemeinde die Wohnungen verkaufen – die Entscheidung obliegt dem dann amtierenden Gemeinderat.

Ebenfalls beschlossen hat das aktuelle Gremium, auf gut 1600 Quadratmetern eine Hackschnitzelheizanlage zur Wärmeversorgung des Areals bauen zu lassen. Das Grundstück ist festgelegt und kostet – unerschlossen – 150 Euro je Quadratmeter. Für die Erschließung des Baugebiets rechnet die Gemeinde derzeit mit 95 Euro je Quadratmeter. Die Fragen des Hochwasserschutzes sind geklärt. Somit könnte der Bebauungsplan im kommenden Frühjahr Rechtskraft erlangen, danach könnten die Bagger für die vorbereitenden Maßnahmen am Wolfsee anrollen – damit ab Ende September auch die Bauwerber loslegen können. ft

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