Kritische Stelle in Fischbachau

Enge Birkensteinstraße: Weiße Linie verbessert Sicherheit

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Eine weiße Linie statt eines Einzeilers trennt jetzt den Gehweg von der Fahrbahn an der Birkensteinstraße in Fischbachau.

Fischbachau – Eine weiße Linie an der Birkensteinstraße erhitzt die Gemüter. Doch der Gemeinderat hat nun Klarheit geschaffen.

Eine durchgezogene weiße Linie statt eines Granit-Einzeilers sorgt in Fischbachau für Aufregung und Unverständnis bei einigen Bürgern. Rund 30 haben sich mit Unterschriften an die Gemeinde gewandt und fordern eine „Verbesserung der Gehwegsituation Richtung Birkenstein“. Bürgermeister Josef Lechner hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates die Einschätzung der zuständigen Fachbehörden präsentiert. Sie finden laut Lechner nicht, dass sich die Sicherheit verschlechtert habe.

Die Veränderung erfolgte im Zuge einer anderen Baumaßnahme. Als bis zur Gaststätte Alte Bergmühle eine Nahwärmeleitung verlegt wurde, kam der Einzeiler raus, die neue Asphaltschicht schließt direkt an die Straße an und auf eine Länge von etwa 50 Metern trennt nun eine weiße Linie den Fußweg von der Fahrbahn.

Bürgermeister Lechner ist die Situation bewusst. „Dass das eine kritische Stelle ist, darüber brauchen wir nicht zu reden“, machte er im Gemeinderat klar. Gleichzeitig erklärte er, dass der alte Einzeiler „nahezu niveaugleich war“. Also maximal zwei, drei Zentimeter Höhe und damit kein wirkliches Hindernis für Autofahrer habe vorher für die Trennung gesorgt.

Eine Verbesserung, sagte Lechner, wäre „nur durch ein Hochbord“ zu erreichen. Das gibt aber die schmale Straße nicht her. Zwei Busse oder ein Bus und ein Lastwagen könnten nicht mehr aneinander vorbeifahren. „Einer müsste zurück“, sagte Lechner. Auch das wäre gefährlich.

Deutlich entschärft würde die Situation, wenn der Gehweg noch weiter zur Seite rücken würde, in den Hangbereich. Unverhältnismäßig aufwendig und teuer, erklärte Lechner. Und: „Das ist nicht die gefährlichste Stelle.“

Auch Georg Göttfried (FaB) verwies auf eine „Engstelle weiter oben“. Er findet, die Linie „grenzt es jetzt klar ab“. Diese Auffassung teilen auch Vertreter des Landratsamtes und der Polizei, die mit Vertretern der Gemeinde bei einer Ortsbesichtigung waren. Sie wiesen zudem laut Alois Gasteiger (FaB) darauf hin, dass der Einzeiler eine Sturzgefahr für Radfahrer berge, wenn diese drüber fahren.

Für Emmi Göttfried (NL) war es „ein Fehler, die Steine nicht wieder reinzusetzen“. Auch Ludwig Birner (FWG) hätte das besser gefunden. Und sein Fraktionskollege Manfred Kreuzmayr ist der Meinung, „der Autofahrer sollte was spüren“.

Martin Bacher, ebenfalls FWG, sieht hingegen eine Verbesserung und regte an, ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät aufzustellen. Vielleicht würden einige Autofahrer das Fuß etwas vom Gas nehmen. Den Vorschlag nahm die Verwaltung auf, gegen vier Stimmen beschloss der Gemeinderat, den jetzigen Zustand zu belassen. „Damit muss man leben, es ist keine Verschlechterung“, sagte Lechner. ft

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