Freie Fahrt ab 65

Fischbachau ermöglicht seinen Senioren kostenlose Nutzung der RVO-Busse

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Kostenlos mit den Bussen der RVO dürfen ab September alle Fischbachauer ab 65 fahren.

Fischbachau – Fischbachau positioniert sich als Kräuter- und Hollergemeinde und trägt Trends mit neuen sportlichen Attraktionen (Seite 3) Rechnung. Und die Gemeinde tut etwas für ihre nicht mehr ganz so jungen Bürger. Alle Fischbachauer ab dem 65. Lebensjahr dürfen ab September kostenlos mit den RVO-Bussen fahren. Das hat der Gemeinderat am Montagabend für eine sechsmonatige Testphase einstimmig beschlossen.

„Ich hoffe, dass möglichst viele das Angebot nutzen“, sagte Bürgermeister Josef Lechner. Josef Obermaier (CSU), der Lechner auf dem Chefsessel im Rathaus beerben möchte, denkt gleich weiter. Von mehr Menschen in den Bussen erwartet er sich auch mal mehr Fahrten derselbigen. Lechner wiederum hofft, dass die Aktion beispielhaft dazu beiträgt,dass landkreisweit mehr in den öffentlichen Personennahverkehr investiert wird.

Für die Freifahrten der Fischbachauer Senioren halten sich die Kosten, die auf die Gemeinde zukommen, in festen Grenzen. „Da ist uns die RVO entgegengekommen“, berichtete Lechner. Maximal 15.000 Euro muss die Kommune bezahlen, abgerechnet werden je Fahrt – „egal wohin“ – 3 Euro. Nutzen zehn Prozent der 1400 Berechtigten das Angebot einmal pro Monat für eine Hin- und Rückfahrt, kämen 5040 Euro zusammen, rechnete Lechner vor. Fahren sie einmal pro Woche, wären es bereits 20.160 Euro. Und bei doppelt so vielen Nutzern und der gleichen Häufigkeit steigen die Fahrtkosten auf über 40.000 Euro. Die Gemeinde hat aufgrund der Deckelung aber immer nur 15.000 Euro zu tragen.

Damit möglichst viele das Angebot nutzen, bekommen alle Fischbachauer Senioren ihre Berechtigungskarten zugeschickt, es ist kein Antrag nötig, niemand muss ins Rathaus. „Einfacher können wir es nicht machen“, sagte Lechner. Nach der Testphase bis Ende Februar möchtze der Bürgermeister Bilanz ziehen: „Dann schauen wir, wieviele das Angebot tatsächlich angenommen haben.“ Und dann steht auch eine erneute Entscheidung an: Wie geht es mit dem Angebot weiter? Lechner kann sich eine Karte, ähnlich der Gästekarte, vorstellen, die dann aber wohl einen kleinen Beitrag kosten würde. ft

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