Im Gemeinderat

So geht es mit der Nahwärme in Hundham und dem Gratis-Seniorenticket weiter

An der Straße nach Bad Feilnbach – im Außenbereich – soll die Heiz­anlage entstehen.
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An der Straße nach Bad Feilnbach – im Außenbereich – soll die Heiz­anlage entstehen.

Fischbachau – Das Nahwärme-Projekt in Hundham rückt näher. Und auch in Sachen Gratis-Seniorenticket gibt es neue Informationen im Gemeinderat.

Die Hundhamer dürfen sich auf ein Nahwärmenetz freuen. Das Projekt rückt immer näher, wie in der jüngsten Gemeinderatssitzung deutlich wurde. Bürgermeister Josef Lechner berichtete, dass eine Betreiberfirma gefunden sei. Auch einen Standort für die Heizanlage habe die Gemeinde in Aussicht.

Das große Interesse der Hundhamer an dem Nahwärmenetz hat eine Umfrage gezeigt. Lechner stellte die Ergebnisse nochmal anhand eines Ortsplans dar. Bei der Suche nach einem Unternehmen, das sowohl in die Anlage investieren als auch diese betreiben möchte, wurde der Rathauschef im Ort fündig – bei der Hundhamer Firma Schreyer. Nur sie komme infrage, sagte Lechner, da der Mitbewerber, Energieversorger ESB, nicht Bau und Betrieb übernehmen wollte. Somit schied dessen Angebot aus.

Noch zu klären bleibt, wo die Heizanlage entstehen soll. Auch da hat die Gemeinde bereits ein Grundstück ins Auge gefasst. Es liegt nach dem Ortsausgang an der Kreisstraße in Richtung Bad Feilnbach, wie Lechner erklärte. Aufgrund der Lage im Außenbereich müsse das Landrats­amt aber erst zustimmen. Es sei noch Überzeugungsarbeit nötig. Die Gemeinde habe gute Karten, glaubt Lechner.

Die Lage an der Kreisstraße habe den Vorteil, dass die Anlieferung der Hackschnitzel nicht mitten im Ort erfolgen muss. Die heimischen Land- und Forstwirte allein werden den Bedarf nicht decken können. Von 1 Megawatt Leistung war die Rede, immerhin haben rund 90 Haushalte Interesse am Netz bekundet.

Für sie hatte Lechner noch eine gute Nachricht: Es winken rund 200.000 Euro an Fördergeldern. Die Zuschüsse würden zwar an die Firma Schreyer fließen, doch Lechner habe da schon ausgehandelt, dass durch das Geld entsprechend niedrigere Anschlusskosten entstehen sollen.

Gemeinderat verlängert Testphase für Gratis-Seniorenticket

Unterdessen ist Fischbachaus Bürgermeister Josef Lechner auch heilfroh, „dass das so gut angenommen wird“. Er warb bei seinem Gemeinderat in der jüngsten Zusammenkunft darum, die Testphase des kostenlosen Bustickets für Senioren bis Ende August zu verlängern. Das Gremium stimmte zu.

Wie Lechner erklärte, verbuchte die DB Regio Bus in den letzten vier Monaten des vergangenen Jahres 1.407 Fahrten mit dem Gratisticket. Jeweils 3 Euro bezahlte die Gemeinde. Der Preis steigt jetzt aufgrund einer nötigen anderen Berechnung auf 3,12 Euro je Einzelfahrt. Die Gemeinde deckelt die Kosten weiterhin bei 15.000 Euro. ft

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