Bus soll weiter fahren

Fischbachau unterstützt grenzüberschreitende Linie nach Kufstein

Von der Bushaltestelle in Fischbachau sollen die Fahrgäste bald wieder nach Kufstein starten können.
+
Von der Bushaltestelle in Fischbachau sollen die Fahrgäste bald wieder nach Kufstein starten können.

Fischbachau – Der grenzüberschreitende Bus nach Kufstein soll nach dem Probebetrieb 2019 weiter fahren. Damit das klappt, schaltet sich nun die Gemeinde Fischbachau ein.

Nicht nur über den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) reden, sondern auch handeln. Das möchte die Kommune Fischbachau. Dazu beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung eine weitere Beteiligung an der Buslinie Schliersee-Kufstein-Schliersee. Diese stellt ein Angebot an Touristen und ebenso an Einheimische dar. Ab Anfang Juni 2019 befand sie sich bereits im Probebetrieb. Der war für ein Jahr geplant, wurde aber im Februar durch Corona verfrüht gestoppt. Nun soll die Strecke sobald wie möglich wieder befahren werden.

„Wir wollen ein Zeichen setzen. Man muss nicht immer mit dem Auto fahren“, erklärt dazu der gemeindliche Geschäftsführer Johann Neundlinger. Dabei verweist er darauf, dass vor einigen Jahrzehnten schon eine Busverbindung von Fischbachau nach Kufstein bestanden habe. Diese wolle man wieder aufleben lassen.

Alle aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im Landkreis Miesbach lesen Sie in unserem Ticker.

Die aktuelle Idee entstand durch den Weitwanderweg von Wörnsmühl nach Thiersee – ein Projekt, das die Kommune inzwischen fast fertiggestellt hat. Da der eine gewisse Strecke darstellt, könnten die Wanderer mit dem Bus auch ganz bequem einen Teil der Route befahren, so der Grundgedanke. Zudem würden weitere Attraktionen geboten, etwa im Sommer der Schliersee für die Österreicher und der Thiersee für hiesige Bürger, ebenso im Winter die grenz­übergreifende Loipe bei Bayrischzell und der Weihnachtsmarkt in Kufstein.

Im Probebetrieb ab Anfang Juni 2019 fuhr der Bus auf der Route zwischen Schliersee und Kufstein zweimal täglich hin und zurück. Das sollte bis Ende Mai 2020 der Fall sein. Im Februar war corona-bedingt Schluss. Als Partner des Projekts fungierten die Gemeinden Fischbachau, Schliersee, Bayrischzell, die Bergbahnen Sudelfeld und der Tourismusverband Kufsteinerland. Befahren wird die Route vom Regionalverkehr Oberbayern (RVO) auf bayerischer und vom Busunternehmen Ledermair auf österreichischer Seite.

Der Gemeinderat zeigte sich in der Sitzung vom Gemeinschaftsprojekt überzeugt und votierte einstimmig für dessen unbefristete Fortführung. Unter der Bedingung, dass die anderen Partner diese ebenso unterstützen. Der Kostenpunkt für Fischbachau: 11.000 Euro pro Jahr. „Wir möchten gerne einen Neubeginn, sobald wie möglich“, sagt Neundlinger. Die beteiligten Bus­unternehmen müssten nun erst neue Fahrgenehmigungen für die Strecke vorliegen haben. Auf diese hofft der Geschäftsführer in ein paar Wochen. maf

Auch interessant

Meistgelesen

Warum der Stadtrat nun monatlich über die Finanzen informiert wird
Warum der Stadtrat nun monatlich über die Finanzen informiert wird
Fehlendes Ortsschild und Unfälle mit Radfahrern
Fehlendes Ortsschild und Unfälle mit Radfahrern
Mountainbiker schlägt Gebietsbetreuer: So reagiert der Landkreis
Mountainbiker schlägt Gebietsbetreuer: So reagiert der Landkreis
Grüne und SGT fordern mehr Schutz für das Grea Wasserl in Kreuth
Grüne und SGT fordern mehr Schutz für das Grea Wasserl in Kreuth

Kommentare