Kommunalwahl 2020

Sie wollen Bürgermeister von Fischbachau werden

Johannes Lohwasser (FWG, v.l.), Georg Gruber (FaB) und Josef Obermaier (CSU) wollen die Nachfolge von Josef Lechner (CSU) als Bürgermeister von Fischbachau antreten.
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Johannes Lohwasser (FWG, v.l.), Georg Gruber (FaB) und Josef Obermaier (CSU) wollen die Nachfolge von Josef Lechner (CSU) als Bürgermeister von Fischbachau antreten.

Fischbachau – Bürgermeister Josef Lechner tritt in Fischbachau nicht wieder an. Mit Josef Obermaier (CSU), Georg Gruber (FaB) und Johannes Lohwasser (FWG) haben sich drei potenzielle Kandidaten für seine Nachfolge gefunden.

Drei Kandidaten wollen die Nachfolge von Josef Lechner (CSU) antreten. Wir haben Josef Obermaier (CSU), Georg Gruber (FaB) und Johannes Lohwasser (FWG) Fragen zu ihren Vorstellungen und Zielen für die Gemeinde Fischbachau gestellt.

CSU: Josef Obermaier

Was zeichnet Sie für das Amt des Fischbachauer Bürgermeisters aus?

Derzeit bearbeiten wir in Fischbachau knapp 50 offene Projekte, die kontinuierlich vollendet werden müssen. Mit meiner bisherigen Erfahrung als Gemeinderat bringe ich das notwendige Fachwissen mit, um gemeinsam mit dem neu gewählten Gemeinderat und den Mitarbeitern der Verwaltung dies weiterzuführen und Neues auf den Weg zu bringen.

Was sind Ihre Hauptziele, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Fischbachau steht vor vielen Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Mit einer neugeschaffenen, digitalen Plattform möchte ich die Bürger über den Verlauf der Vorgänge informieren und sie mit Arbeitskreisen sowie einem ständigen Bürgerdialog in die Arbeit mit einbinden.

Viele Projekte sind abgeschlossen und auf den Weg gebracht. Was muss Fischbachau in den kommenden sechs Jahren angehen?

CSU-Fraktionssprecher Josef Obermaier (verheiratet, drei Kinder) ist 53 Jahre alt und Angestellter (Zuchtwart) beim LKV Bayern.

Eine verträgliche und bedarfsgerechte Ausweisung von Bauland. Die nächste Förderstufe des Breitbandausbaus für schnelles Internet muss mit Nachdruck vorangetrieben werden. Im Süden werden wir uns mit dem Hochwasserschutz konsequent beschäftigen. Für den steigenden Bedarf beziehungsweise eine gesetzliche Verpflichtung im Bereich der Ganztagsbetreuung sind wir gewappnet und werden diese auch umsetzen. Fischbachau muss den landkreisweiten Beitritt zum MVV tatkräftig unterstützen.

Fischbachau hat sich dem sanften Tourismus verschrieben. Wo sehen Sie da noch Potenzial?

Die Hauptbelegungszeit bei den Übernachtungen liegt in erster Linie in den Ferienn. Um die Auslastung zu verbessern, möchte ich gemeinsam mit den Vermietern an einem Programm für Urlaubsgäste außerhalb der Saison arbeiten.

FaB: Georg Gruber

Was zeichnet Sie für das Amt des Fischbachauer Bürgermeisters aus?

Durch meine 20-jährige Erfahrung als Hauptmann der Gebirgsschützenkompanie Elbach-Leitzachtal habe ich Erfahrung mit Führung und klarer Linie. Darüber hinaus kann ich zuhören, Kompromisse finden und bin teamfähig. Ich gehe objektiv und unvoreingenommen auf die Aufgaben als Bürgermeister zu, gemäß dem Motto: „Nicht alles anders, aber manches besser machen.“.

Was sind Ihre Hauptziele, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?

Georg Gruber ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der 51-jährige Beamte ist Hauptmann der Elbacher Gebirgsschützen.

Ich möchte den Bürgern zwischen Aurach und Wörnsmühl auch in Zukunft eine lebens- und liebenswerte Heimat bieten, speziell geprägt durch unsere bäuerliche Kulturlandschaft. Einheimische, vor allem junge Familien, benötigen bezahlbaren Wohnraum sowie Gewerbetreibende Möglichkeiten, um sich weiterzuentwickeln. Hierauf wird mein Hauptaugenmerk liegen müssen.

Viele Projekte sind abgeschlossen und auf den Weg gebracht. Was muss Fischbachau in den kommenden sechs Jahren angehen?

Wie Sie richtig sagen, sind viele Projekte auf den Weg gebracht. Diese – die Bebauung des Wolfseeareals, der Neubau von Bauhof, Feuerwehrhaus und Rettungswache – müssen gut abgeschlossen werden. Zudem wird der Hochwasserschutz in Aurach eine große Aufgabe werden.

Fischbachau hat sich dem sanften Tourismus verschrieben. Wo sehen Sie da noch Potenzial?

Unsere bestehenden Angebote gilt es zu pflegen und wenn nötig auf den aktuellen Stand der Zeit zu bringen. Wir sollten unsere wunderbare Landschaft nutzen und die Urlauber zum Innehalten und Entspannen einladen.

FWG: Johannes Lohwasser

Was zeichnet Sie für das Amt des Fischbachauer Bürgermeisters aus?

Ich denke, es ist zum einen meine Fähigkeit, problemlösend und vorausschauend zu denken, was mir als Volkswirt beigebracht worden ist. Zum anderen ist es aber auch meine breite soziale Kompetenz, welche ich durch meine vielfältigen Stationen erlernen durfte. Nicht zuletzt schlägt mein Herz für unsere einzigartige Gegend.

Was sind Ihre Hauptziele, die Sie erreichen wollen, sollten Sie gewählt werden?  

Ein ehrlicher und offener Umgang mit den Menschen. Ich möchte versuchen, möglichst viele Meinungen in die Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Im Nachgang sollen getroffene Entscheidungen nachvollziehbar kommuniziert werden.

Viele Projekte sind abgeschlossen und auf den Weg gebracht. Was muss Fischbachau in den kommenden sechs Jahren angehen?

Fischbachau sollte weiterhin in seine sozioökonomischen Strukturen investieren. Als ausgewählte Beispiele können hier digitale und analoge Infrastruktur, bezahlbarer Wohnraum und weitere Mobilitätsprojekte dienen. Außerdem sollte die Etablierung energieautarker Strukturen vorangetrieben werden.

Fischbachau hat sich dem sanften Tourismus verschrieben. Wo sehen Sie da noch Potenzial?

Johannes Lohwasser (29, ledig) ist Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bundeswehr-Universität München.

Die Voraussetzung für einen erfolgreichen sanften Tourismus ist eine permanente Pflege der touristischen Grundlagen, zum Beispiel der Wanderwege und der WLAN-Hotspots. Den Außenauftritt Fischbachaus könnte man noch mehr in Richtung Erholung und Stille herausarbeiten. Es wäre denkbar, dass sich so die Verweildauer pro Gast wieder steigern lassen würde.

Gespräche: ft

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