Gemeinde lässt Optionen prüfen

Wird die Wolfseehalle in Fischbachau ein Kindergarten?

Wolfseehalle in Fischbachau
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Hat die Wolfseehalle eine Zukunft als Veranstaltungsort? Fischbachau lässt Optionen prüfen.

Fischbachau – Was wird aus der Wolfseehalle? Es gibt mehrere Ideen und Möglichkeiten, die Gemeinde Fischbachau lässt die Optionen nun konkret prüfen.

Die Wolfseehalle war eine der großen Veranstaltungsstätten im Landkreis. Ob legendäre Faschingsbälle mit der Spider Murphy Gang, große Trachtenveranstaltungen oder Bauernmarkt – sie bot die passende Bühne. Sogar „Die Ärzte“ waren für ein Clubkonzert schon zu Gast und brachten die Wolfseehalle zum Beben. Zuletzt – und nicht erst seit der Corona-Pandemie – ist es dort aber ruhig geworden. Nun muss die Gemeinde entscheiden, wie es mit der Halle weitergehen soll. Sie lässt nun ein Gutachten für drei Optionen erstellen.

Derzeit betreibt die Gemeinde die Wolfseehalle zur Probe selbst und hat dafür unbedingt notwendige Maßnahmen durchgeführt, wie Bürgermeister Johannes Lohwasser am vergangenen Montag in der Gemeinderatssitzung erklärte. Knapp 90.000 Euro hat die Gemeinde ausgegeben und nicht mal 19.000 eingenommen. Allerdings ist der bis Ende des Jahres befristete Probebetrieb wegen der Corona-Pandemie auch nicht aussagekräftig. Fest steht dennoch, dass für eine stärkere Nutzung weitere Sanierungsmaßnahmen nötig wären.

Nun war es am Gemeinderat zu entscheiden, was mit der Wolfseehalle passieren soll. Dauerhaft könne die Gemeinde die Einrichtung nicht betreiben. „So ist es schwierig zu erhalten,“ sagte Lohwasser und präsentierte drei Optionen: Verkauf, Verpachtung als Gewerbehalle sowie Umbau und Nutzung als Kindergarten, Kindertagesstätte oder Jugendtreff. Was das die Gemeinde kosten würde, was sie erlösen könnte und was an Pacht eingenommen werden kann, ist unklar. „Wir brauchen Fakten“, sagte Andreas Estner (FWG) und fand damit breite Zustimmung. Fraktionskollege Hans Seemüller sagte zum Zustand der Halle: „Die Einrichtung ist 30 Jahre alt, da sind nur noch der Baukörper und der Umgriff von Wert.“

Dem widersprach Lothar Prack (NL), er schätzt die Halle so, wie sie ist und würde sie gern in dieser Form erhalten. Den Sanierungsbedarf sieht er, aber mit einem Betreiber wäre das zu machen. „Da gibt‘s sicher Möglichkeiten“, glaubt Prack. „Das Schlimmste wäre, wenn‘s eine Fabrikhalle wird“, sagte er. „Wir brauchen einen Kindergarten im Süden“, verwies Bernhard Padeller (FaB) auf den Bedarf, der mit dem Baugebiet am Wolfsee noch steigen wird. „Sonst müssen wir uns schnell auf die Suche nach einem Grundstück machen“, sagte Padeller.

Zuerst wird nun geprüft, was mit der Wolfseehalle möglich ist, der Gemeinderat hat das Gutachten einstimmig beauftragt. „Und wenn wir die belastbaren Fakten haben, entscheiden wir“, fasste Georg Gruber (FaB) zusammen. ft

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