Von Ministerin Michaela Kaniber ausgezeichnet

Für diese Aktion erhält Fischbachau den Staatspreis

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Josef Lechner (3.v.l.) erhielt in München von Ministerin Michaela Kaniber den mit 2000 Euro dotierten Staatspreis.

Fischbachau - Ein Staatspreis für Dorferneuerung und Baukultur geht in diesem Jahr nach Fischbachau - für die Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Schulhauses in Elbach.

„Wir haben ja schon einige Preise erhalten, aber das ist der erste, bei dem wir auch Geld bekommen“, sagt Bürgermeister Josef Lechner. In der jüngsten Gemeinderatssitzung berichtete er über die Auszeichnung, die er vor Kurzem in München entgegennehmen durfte. Fischbachau erhielt für die Sanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Schulhauses in Elbach einen Staatspreis für Dorferneuerung und Baukultur. Dieser ist mit 2000 Euro dotiert.

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat vergangene Woche insgesamt 15 private und kommunale Bauherren aus ganz Bayern mit den Staatspreisen ausgezeichnet. „Mit außerordentlichem Einsatz und viel Mut haben Sie dafür gesorgt, dass die für das Ortsbild und die Baukultur charakteristischen Gebäude erhalten und zeitgerecht genutzt werden. Sie haben moderne Wohnverhältnisse und zeitgemäße Nutzungskonzepte geschaffen und damit alten Gebäuden zu einem neuen Leben verholfen“, sagte die Ministerin bei der Preisverleihung in der Münchner Residenz. Die Preisträger haben Kanibers Worten zufolge einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Attraktivität, der Vitalität und der regionalen Identität der Dörfer und des ländlichen Raums geleistet.

Lechner freut sich, „dass das, was wir gemacht haben, weit über die Landkreisgrenzen hinaus anerkannt wird“, wie er im Gemeinderat sagte. Das Ministerium erklärte, das denkmalgeschützte Schulhaus stehe in einer Reihe ortstypischer Gebäude entlang der Leitzachtalstraße und habe damit für das Ortsbild eine hohe Bedeutung. „Mit den Baumaßnahmen wurde die Substanz des Gebäudes erhalten und instand gesetzt sowie eine sensible Erweiterung durchgeführt“, heißt es in der Mitteilung.

Eines der ehemaligen Klassenzimmer wurde wieder mit der Ausstattung des 19. Jahrhunderts eingerichtet und ermöglicht damit einen Blick in die Geschichte des Gebäudes. Im leer stehenden Erdgeschoss fand der Leitzachtalverein eine neue Heimstätte für seine umfangreiche Sammlung. Der Pultdachanbau am rückwärtigen Giebel wurde querschnittsgleich aufgestockt, um die bestehende Wohnung im Obergeschoss zu vergrößern.

Das Denkmal wurde auch energetisch saniert und wird über eine Pelletheizung im Anbau beheizt. Im Erdgeschoss schützen Sockelheizleisten die Außenwände vor dem Eindringen von Feuchtigkeit. Analog zur regionalen Hausform des Einfirsthofes wurde der Ortgang an der Wetterseite ohne Vordach ausgebildet. Die Fenster des neuen rückwärtigen Giebels nehmen die Höhenlage der alten Einzelfenster auf und wirken durch die vorgelagerte Lamellenschicht optisch wie ein Fensterband. „Der alte und neue Baukörper stehen somit in einem hervorragend gestalteten Dialog“, urteilt das Ministerium.

Die 15 Preisträger wurden von einer Fachjury aus Architekten, Heimatpflegern und Fachleuten der Verwaltung für ländliche Entwicklung aus rund 2000 Projekten ausgewählt. Für diese Projekte gab es in den vergangenen zwei Jahren im Rahmen der Dorferneuerung Zuschüsse in Höhe von fast 30 Millionen Euro. Das Geld ist nach Aussage Kanibers gut angelegt, denn die Dorferneuerung verbessert die Lebensqualität im ländlichen Raum, reduziert den Flächenverbrauch und stärkt die regionale Wertschöpfung. Die Staatspreise für Dorferneuerung und Baukultur werden alle zwei Jahre vergeben. Eine ausführliche Beschreibung der ausgezeichneten Projekte ist im Internet zu finden. ft

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