Belebung für den Ort

Fischbachau: Zwei „seriöse Interessenten“ für ehemaliges Therapiezentrum / Wohnen und Läden

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Auf dem Gelände des ehemaligen Therapie- und Pflegeheims in Fischbachau könnten Wohnungen und Geschäfte entstehen.

Fischbachau – Neue Wohnungen wären willkommen in Fischbachau. „Auch ein Seniorenheim brauchen wir einmal“, sagte Bürgermeister Josef Lechner in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montagabend. Es sieht ganz danach aus, dass mitten Ort eins von beiden entstehen wird. Lechner berichtete von vielversprechenden Gesprächen mit zwei Investoren, die das Grundstück des ehemaligen Therapie- und Pflegeheims bebauen wollen. Auch Läden sind geplant. „Das würde die Gemeinde attraktiver machen“, findet Lechner.

Interessenten, berichtete der Rathauschef, haben sich viele gemeldet, seit das Pflegeheim geschlossen ist. Um mitbestimmen zu können, was auf den beiden Grundstücken an der Hauptstraße – insgesamt rund 3500 Quadratmeter – passiert, hat der Gemeinderat im Sommer beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Damit war für den Rat auch die Möglichkeit gegeben, eine Veränderungssperre zu erlassen und für mehrere Jahre eine Bebauung zu blockieren.

Das scheint nun aber nicht mehr nötig zu sein, vielmehr hat die Gemeinde gleich zwei Optionen für die Entwicklung des Areals. Die Inntal Immobilien Gruppe aus Bad Feilnbach und die Deutsche Senioren Residenzen GmbH aus Berlin nannte Lechner „seriöse Interessenten“. Erstere plant mit vier Baukörpern, in denen Wohnungen und Geschäfte unterkommen können. Wichtig ist der Gemeinde, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht. Die Zusage hat Lechner, der Mietpreis soll bei unter 10 Euro je Quadratmeter liegen.

Der zweite potenzielle Investor würde betreutes Wohnen für Senioren mit einem Pflegeheim bauen. Im Erdgeschoss des massiven Gebäudes sind ebenfalls Geschäfte vorgesehen.

Beide Planungen entsprechen grundsätzlich Zielen der Ortsentwicklung und würden für eine Belebung sorgen. Deshalb, findet Lechner, „sollte sich die Gemeinde erst einmal zurückhalten“. Zuletzt hatte der Gemeinderat mit der Idee geliebäugelt, dass Fischbachau das Grundstück selbst erwirbt und entwickelt. Die Erfahrungen mit der Caritas-Anlage in Hundham sind äußerst gut, weshalb eine Wiederholung nahe lag. Allerdings schränkte Lechner ein, dass es „nicht originäre Aufgabe der Gemeinde“ sei, Wohnungen zu bauen. Da das nun ein Investor übernehmen würde, hat der Gemeinderat zugestimmt, dass die Kommune vorerst selber nicht aktiv wird. Stattdessen wird nun mit den beiden Interessenten der Bebauungsplan weiter entwickelt. Falls beide dabei bleiben, müsste der Gemeinderat sich für ein Konzept entscheiden. Und falls am Ende keines der beiden Unternehmen wirklich bauen möchte, „können wir uns jederzeit selber wieder einklinken“, sagte Bürgermeister Lechner. ft

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