1. dasgelbeblatt-de
  2. Lokales
  3. Miesbach

Oberland Bioweiderind bietet Qualität aus der Region Miesbach

Erstellt:

Von: Fridolin Thanner

Kommentare

Vorstandschaft des Vereins Oberland Bioweiderind
Olaf Fries (vorne 3.v.l.) ist Vorsitzender des Vereins Oberland Bioweiderind. Dem neu gewählten Vorstand gehören zudem an: (vorne v.l.) Bernhard Wolf, Andrea Brenner, Marina Stürzer, Georg Paul, Albert Stürzer und Hans Leo sowie (hinten v.l.) Leonhard Reischl, Stephanie Stiller, Kathrin Mair, Sophie Obermüller und Martin Mairhofer junior. © Oberland Bioweiderind

Warngau/Landkreis – Regional, nachhaltig und bio bei großem Tierwohl – diesen Ansprüchen genügt Fleisch des Vereins Oberland Bioweiderind. Dieser hat sich vor Kurzem in Wall gegründet.

Voraussetzung für die Milchproduktion ist die Geburt von Kälbern. Etwa 3000 werden im Landkreis Miesbach jährlich nicht für die eigene Nachzucht benötigt und deshalb verkauft. Das Ziel des Vereins Oberland Bioweiderind ist es, „die regionale Wertschöpfung und Vermarktung von Bio-Rindfleisch auszubauen, indem mehr Kälber in der Region bleiben und in Weidemastbetrieben aufwachsen können“. Der Verein ist aus einem Projekt der Öko-Modellregion Miesbacher Oberland (ÖMR) heraus entstanden. Sowohl die ÖMR als auch das Kommunalunternehmen Regionalentwicklung Oberland unterstützen die Arbeit des Vereins.

Dieser möchte Bio-Milchviehbetriebe fördern, ihre Kälber selbst großzuziehen oder an Mastbetriebe im Landkreis zu verkaufen. Die Schlachtung soll am Hof oder bei einem hiesigen Metzger erfolgen. Das Fleisch muss ausreichend lange abhängen, um eine gute Qualität zu garantieren. Um beim Vertrieb flexibel auf Schwankungen reagieren zu können, werden Restmengen zu Fertiggerichten in Gläsern verarbeitet. Das Frischfleisch und weitere Fleischerzeugnisse sollen unter der Marke „Oberland Bioweiderind“ an Kantinen und Gastronomiebetriebe im Landkreis Miesbach, der umliegenden Region und der Stadt München verkauft werden.

Oberland Bioweiderind ist somit Verbindungsglied zwischen den Bauern und Konsumenten und möchte die Wertschätzung für Bauern wieder erhöhen, für Klimaschutz und Nachhaltigkeit sorgen und die Erhaltung der artenreichen Kulturlandschaft durch Weidehaltung fördern. Auch das Tierwohl ist ein wichtiger Aspekt. So erhalten die Tiere mindestens 150 Tage Weidegang pro Jahr, Kälber dürfen ihre Hörner behalten, es erfolgt ein Weideschuss oder zumindest nur ein kurzer Transport. Weitere Kriterien für den Vertrieb von Bio-Weiderindfleisch über Oberland Bioweiderind sind Fütterung mit Milch, Gras und Heu (Silage), beste Qualität durch stressfreie Schlachtung und lange Reifung sowie dass Kälber und Rinder aus Bio-Milchviehbetrieben stammen. Bevorzugt wird kuhgebundene Kälberaufzucht.

Das Thema und die Idee kommen an. Zur Gründungsversammlung vor Kurzem am Hairerhof in Wall/Warngau kamen über 80 Interessierte, darunter Bio-Großhändlern, Gastronomen, Hoteliers, Metzger, Politiker, Vertretern von Verbänden und viele Landwirte. 47 Besucher verewigten sich als Gründungsmitglieder auf der Satzung, noch am gleichen Abend und in den kommenden Wochen kamen rund weitere 40 Neumitglieder hinzu. An der Spitze des Vereins steht Olaf Fries als Vorsitzender, Stellvertreter sind Stephanie Stiller und Albert Stürzer. Marina Stürzer ist Schriftführerin, Andrea Brenner wurde zur Kassenwartin gewählt. Weitere Infos: www.oberland-bioweiderind.de.

Auch interessant

Kommentare