Geschenk für Glentleiten

Freilichtmuseum übernimmt betriebsbereite Benzinlastkarre aus Tegernsee

Bezirkstagspräsident Josef Mederer hält vor der historischen Tankstelle, die aufgebaut wird, den Schenkungsvertrag fürs „Almocar Dromedar“. Robert Huber (M.) und Tegernsees Bürgermeister Johannes Hagn (CSU) freuen sich, das Gefährt in guten Händen zu wissen.
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Josef Mederer (l., mit dem Schenkungsvertrag) freut sich über das „Almocar Dromedar“. Robert Huber (M.) und Johannes Hagn wissen das Gefährt nun im Freilichtmuseum Glentleiten in guten Händen.

Tegernsee/Großweil – Im Freilichtmuseum Glentleiten steht nun auch eine funktionstüchtige Benzinlastkarre vom Typ „Almocar Dromedar“ aus Tegernsee.

Die Sammlung des Freilichtmuseums Glentleiten in Großweil erfuhr dieser Tage einen bemerkenswerten Neuzugang: eine über 60 Jahre alte Benzinlastkarre aus Tegernsee. Bürgermeister Johannes Hagn und Fuhrparkleiter Robert Huber überbrachten das Gefährt „Almocar Dromedar“ vor Kurzem. An der Glentleiten nahm es Bezirkstagspräsident Josef Mederer als Hausherr zusammen mit den für die Sammlung zuständigen Wissenschaftlern Jan Borgmann und Simon Kotter entgegen.

Josef Mederer freut sich, „dass unser Freilichtmuseum Glentleiten im Bewusstsein der Oberbayern als Erinnerungs- und Dokumentationsort für das Leben und Arbeiten auf dem Land stark verankert ist. Das zeigt die Anfrage der Stadt Tegernsee ganz deutlich.“

In Tegernsee wurde das in Dachau produzierte „Almocar Dromedar“ viele Jahre auf dem Friedhof für Transporte aller Art eingesetzt. Die dreirädrige Benzinlastkarre aus dem Baujahr 1957 bewegt ein Vier-Takt-Ottomotor mit Drei-Gang-Getriebe. Das Gefährt ist in großen Teilen im Original erhalten und nach wie vor betriebsbereit.

Almocar Dromedar dauerhaft in Glentleiten

Zuletzt war es nicht mehr im Einsatz, lag Fuhrparkleiter Robert Huber aber besonders am Herzen. Er geht bald in Altersteilzeit und wollte das Gefährt in guten Händen wissen. Bürgermeister Johannes Hagn bot das Fahrzeug der Glentleiten an – und das Freilichtmuseum war gleich interessiert.

Dort könnte das Fahrzeug sogar dauerhaft präsentiert werden, etwa im Kontext der im Herbst 2021 zu eröffnenden historischen Tankstelle. Diese hat annähernd das gleiche Alter wie der kleine Transporter und in der dazugehörigen Wagenpflegehalle sind sicherlich auch vergleichbare Fahrzeuge instand gehalten worden.

Nutzungsgeschichte des Almocar Dromedar gut dokumentiert

Auch Sammlungsleiter Jan Borgmann hebt die Vorzüge des Dromedars fürs Museum hervor: „Das Fahrzeug ist ein oberbayerisches Fabrikat, das im ländlichen Raum Oberbayerns zum Einsatz kam. Seine Nutzungsgeschichte ist zudem gut dokumentiert. Wir können uns vorstellen, die Benzinlastkarre entweder als Teil unserer Sammlung im Bereich mobiles Kulturgut zu betrachten oder, da es betriebs- und einsatzbereit ist, auch zu didaktischen Zwecken im praktischen Einsatz zu verwenden, zum Beispiel in der Geländepflege.“

Die Firma Almocar produzierte seit 1956 in Dachau vor allem Fahrzeuge für die Lagerlogistik wie Hubwagen und Gabelstapler. Um das Jahr 2000 wurde das Unternehmen von der Linde AG übernommen. ft

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