Müßige Arbeit

Fußgänger und Hunde zertrampeln Langlaufloipen im Tegernseer Tal

Loipenfahrer in Kreuth
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Loipenfahrer Georg Grabmeier beim Einsatz in Kreuth.
  • vonKatja Schlenker
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Landkreis – Gute Bedingungen fürs Langlaufen hat es in jüngster Zeit am Tegernsee gegeben. Doch die Freude währte nicht lange: Viele Hundebesitzer und Fußgänger nutzen die Loipen als Wanderwege.

Verbotsschilder hängen gut sichtbar an den Zustiegen der Langlaufloipen. Aber noch immer halte das viele Fußgänger mit ihren Vierbeinern nicht davon ab, die Loipen als Wanderwege zu missbrauchen, teilt die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) mit. Dabei sei es eine Frage des Respekts und der Wertschätzung gegenüber den Loipenfahrern, den Landwirten und den Kommunen.

Genug Schnee gibt es mittlerweile und Langlaufen als Einzelsportart ist zur Freude vieler während der Corona-Pandemie gestattet. „Aktuell werden die Loipen im Tegernseer Tal mit hohem Arbeitsaufwand gespurt und gepflegt“, teilt Ines Wagner von der TTT mit. „Bis zu zehn Stunden sind die Loipenfahrer täglich je nach Streckenlänge und Schneesituation unterwegs.“ Für die Gemeinden rund um den Tegernsee stelle dieses Wintersportangebot einen hohen finanziellen Aufwand dar, den die Langlaufbegeisterten zu schätzen wüssten.

Doch die Freude der Wintersportler wie der Verantwortlichen in den Kommunen sei getrübt, denn ein Umstand sorge für Ärger: Fußgänger und Hundebesitzer sind trotz Verbotsschildern unterwegs, zertrampeln die frisch gespurten Loipen und die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner verunreinigen den Schnee. Was daran am wenigsten nachvollziehbar sei: Es gibt im ganzen Tegernseer Tal bestens ausgewiesene Winterwanderwege, die von den Gemeinden ebenfalls gepflegt werden.

„Man sollte den Loipenfahrern den gebührenden Respekt und die Wertschätzung für ihre sehr gewissenhafte Arbeit entgegenbringen und sich an die Verhaltensregeln halten“, sagt Christine Miller, Projektleiterin für Aktivthemen bei der TTT. Sie weist darauf hin, dass die Benutzung der durch Verordnung ausgewiesenen Loipen durch Fußgänger oder mit Tieren als Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße belegt werden kann. Die Loipen seien derzeit von Fußgängern oftmals derart zertreten, dass die Loipenfahrer, obwohl schon frisch gespurt ist, die Strecken noch einmal abfahren müssten.

Die tiefen Fußstapfen und der Hundekot auf den Strecken seien an sich schon Ärgernis und Gefahrenquelle. An unübersichtlichen Stellen und Abfahrten könne es darüber hinaus zu gefährlichen Zusammenstößen kommen. Im Frühjahr werde der Hundekot zusätzlich zur Sorge der Landwirte, deren Vieh beim Futtern auf der Weide an den Ausscheidungen der Vierbeiner schwer erkranken kann. Daher appelliert die TTT gemeinsam mit den Gemeinden im Tegernseer Tal an das Verantwortungsbewusstsein der Fußgänger und Hundebesitzer, die Wanderwege zu nutzen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner mitzunehmen und keine Loipenflächen zu schädigen. ksl

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