Schutz der Natur

Diese Regeln gelten bei Ausflügen ins Mangfallgebirge

Gebietsbetreuer im Mangfallgebirge: Florian Bossert.
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Gebietsbetreuer im Mangfallgebirge: Florian Bossert.

Landkreis – Zum Schutz der Natur weist Florian Bossert, Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge, auf folgende Regeln bei einem Ausflug hin.

Nachdem viele Corona-Beschränkungen mittlerweile gelockert sind, ist der Drang an die frische Luft groß. Nur steigt damit auch der Druck auf die besonders schützenswerten Pflanzen und Tiere in den Schutzgebieten des Landkreises Miesbach. Der Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge, Florian Bossert, hat deshalb einen dringenden Appell an Naturnutzer zusammengefasst.

Bei einem Besuch im Mangfallgebirge befindet man sich in einem ökologisch sensiblen Gebiet und Lebensraum von Tieren und Pflanzen. Gebietsbetreuer Florian Bossert weist daher darauf hin, nicht in unzugängliche und ruhige Stellen vorzudringen, um einen Platz für sich alleine zu finden. „Denn gerade dorthin ziehen sich seltene Tierarten zurück, um ihren Nachwuchs aufzuziehen“, erklärt er. Zudem habe man im Mangfallgebirge auch auf den ausgeschilderten Wegen einen wunderbaren Ausblick auf die Bergwelt und die faszinierende Natur.

Da der Großteil des Mangfallgebirges Landschaftsschutzgebiet und europäisches Vogelschutzgebiet ist, gilt diese Regel vor Ort besonders. „Auch das stark frequentierte Gebiet am Spitzingsee mit Taubenstein und Rotwand befindet sich in diesem Gebiet“, sagt Bossert. „Wir befinden uns aktuell in der Vogelbrutzeit, hervorzuheben sind hier Birk- und Auerhuhn, Vogelarten, die vom Aussterben bedroht sind.“ Daher appelliert der Gebietsbetreuer, auf den ausgeschilderten Wegen zu bleiben, Hunde anzuleinen und nicht im Schutzgebiet zu campen oder zu biwaken.

Mit diesem Appell zur Rücksicht auf die Natur wendet sich Gebietsbetreuer Florian Bossert an Ausflügler im Mangfallgebirge.

Auch gesperrte Wege sind tabu, da diese aus gutem Grund gesperrt sind. Auf Ersatzgipfel sollte ebenfalls verzichtet werden, wenn der Hauptgipfel stark besucht ist. „Gerade in Kamm- und Gipfelbereich ist die Vegetation sehr sensibel“, erklärt der Gebietsbetreuer. Daher ist es wichtig auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben und keine wilden Steige neu anzulegen, heißt es weiter.

Zudem weist Florian Bossert darauf hin, dass Radfahren in den Landschatzschutzgebieten an der Rotwand und an der Sutten außerhalb der Forststraßen untersagt ist. Ebenso gilt für Gleitschirmflieger, sich an die ausgewiesenen Start- und Landeplätze zu halten. Drohnen und Flugmodelle im Natura-2000-Vogelschutzgebiet sind verboten.

Des weiteren seien auch Picknickdecken auf Viehweiden keine gute Idee, erklärt der Gebietsbetreuer. „Auch zur eigenen Sicherheit, denn die Weidetiere werden derzeit auf die Almflächen gebracht, sind besonders neugierig und können unberechenbar sein.“

Zudem ist das Übernachten im gesamten Landschaftsschutzgebiet nicht erlaubt und bedarf auch außerhalb dieses der Zustimmung des Grundstückseigentümers, da es nicht vom freien Betretungsrecht umfasst wird. Gleiches gilt für offenes Feuer. ksl

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