Neujahrsbaby an Nikolaus

Geburt während der Corona-Pandemie: Ein Paar berichtet aus dem Krankenhaus Agatharied

Papa Konrad mit Kilian
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Bis zum Jahreswechsel wollte Kilian nicht mehr warten und erblickte schon am Nikolaustag das Licht der Welt. Papa Konrad ist es egal. Er ist froh, den Kleinen im Arm zu halten.

Hausham – Auch während der Corona-Pandemie gibt es Geburten im Krankenhaus Agatharied. Wie das abläuft, erzählt ein Paar.

Eigentlich hatte Kilian erst Anfang 2021 Geburtstermin. Der Sohn zweier Mitarbeiter des Krankenhauses Agatharied hatte es aber besonders eilig und kam bereits am 5. Dezember per Kaiserschnitt zur Welt. Mama Magdalena war bereits seit dem Vortag im Krankenhaus. Dass es dann aber doch so schnell ging, war überraschend, wie das Krankenhaus berichtet.

Papa Konrad kam trotz aller Corona-Sicherheitsmaßnahmen rechtzeitig in den OP: „Die Organisation war beeindruckend. Trotz des Zeitdrucks hat alles einwandfrei funktioniert. Als Mitarbeiter kenne ich mich natürlich vor Ort gut aus, dennoch ist man in dieser Situation sehr nervös und froh, wenn man genaue Angaben bekommt.“ Laut Konrad erklärten ihm Kollegen der Rezeption sofort den Weg zum OP und das Ärzte- und Pflegeteam hielt ihm, dort angekommen, bereits die Türen auf.

Im Krankenhaus Agatharied gibt es für Besucher derzeit ein Zutrittsverbot. Für Väter als Begleitperson zur Entbindung und zum Besuch ihrer neugeborenen Kinder gibt es aber eine Ausnahmeregelung. Bei aller Eile werden die Hygienevorschriften dennoch streng eingehalten. Fiebermessen, ein Abklären möglicher Corona-Symptome und die Durchführung eines Covid-Schnelltest mit negativem Ergebnis sind Pflicht, um ins Krankenhaus eingelassen zu werden.

Im OP muss der werdende Vater seine Kleidung gegen die bekannten grünen OP-Laibchen und Hosen tauschen. Außerdem sind Haube, Handschuhe und reine Schuhe zusätzlich zur Maske Pflicht. Im OP ist das aber nichts Neues – dort herrschen sterile Bedingungen und die strengen Hygienevorschriften gelten nicht erst seit Corona. Auch im Kreißsaal müssen Begleitpersonen eine FFP2-Maske tragen.

Unter Einhaltung dieser Sicherheitsvorschriften dürfen Väter auch derzeit am Wunder Geburt teilhaben und ihre Partnerinnen nach Kräften unterstützen. „Konrad durfte am Kopfende der Behandlungsliege sitzen. Ich selbst erhielt eine Lokalanästhesie und war während des gesamten Kaiserschnitts bei vollem Bewusstsein. Der Anästhesist hat uns beiden alles ganz genau erklärt und uns auch ein bisschen abgelenkt. Das gesamte Ärzte- und Hebammen-Team war sehr herzlich und hilfsbereit“, schildert die junge Mutter.

Die Tatsache, dass beide Mitarbeiter der Klinik seien oder die besonderen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie haben sich nach Einschätzung des Paares nicht sehr auf das Geburtserlebnis ausgewirkt. Die Entscheidung für eine Entbindung in Agatharied hat für die jungen Eltern nach eigenen Angaben nichts damit zu tun, dass sie auch beide dort arbeiten. Als Landkreisbürger ist Agatharied die naheliegende Adresse. Und dann hat auch alles gepasst. ft

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