Geld und Ideen gesucht

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ELKE SENGER-WIECHERS, Holzkirchen – Sich gesellschaftlich vor Ort engagieren und damit dem Gemeinwohl dienen – das ist das Ziel der Bürgerstiftung Holzkirchen. Die Initiatoren suchen noch Mitstreiter, die die Stiftung mit ihren Ideen, ihrer Zeit und auch Geld unterstützen. „Wir wollen uns für andere Bürger engagieren, um vor Ort etwas voranzubringen“, umreißt Frank Strathmann die Idee der Bürgerstiftung Holzkirchen. Dafür konnte der Initiator bereits die ersten Mitstreiter begeistern, die nun ihr Know-how und ihre Zeit ehrenamtlich in Projekte der Stiftung einbringen wollen. Fest geplant sind unter anderem die Holzkirchner Blues- und Jazztage im Oktober. Birgit Jakob hat bereits konkrete Vorschläge für zwei Workshops mit Jugendlichen, in denen diese lernen sollen, wie sie Konfliktsituationen mithilfe von Sprache bewältigen. Außerdem will die Unternehmens- und Existenzgründungsberaterin den Heranwachsenden den richtigen Umgang mit Geld und Finanzen bewusst machen. „Für mich ist die Arbeit mit Jugendlichen Herzenssache“, erklärt sie ihr Engagement. Frank Strathmann pflichtet ihr bei: „Viele Bürger würden gerne etwas für ihren Ort tun, aber zum Beispiel nicht in einem Verein.“ In der Stiftung könne sich jeder unkompliziert engagieren – mit Ideen, Geld oder Zeit. Vor allem herrsche eine große Bereitschaft zu spenden, erzählt Birgit Jakob. „Aber die Spender wollen, dass das Geld vor Ort und nicht im Ausland eingesetzt wird“, so Jakob weiter. Auf diese Spender ist die Bürgerstiftung auch dringend angewiesen, denn um die Stiftung zu gründen, benötigt es 50.000 Euro Stiftungsmittel. Mit der Raiffeisenbank Holzkirchen-Otterfing hat Strathmann den ersten Gründungsstifter bereits von seiner Idee überzeugt. 20.000 Euro zahlte das Geldinstitut in den Stiftungstopf ein, für Konrad Buckel eine gute Investition: „Genossenschaftsbanken sind einer Bürgerstiftung sehr ähnlich, beide funktionieren nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, Selbstverantwortung und -verwaltung“, so der Vorstands- vorsitzende. Strathmann und seine Mitstreiter zählen nun auf weitere ortsansässige Unternehmen oder Privatpersonen, die sich finanziell am Aufbau des Stiftungsvermögens beteiligen wollen. Über das Gründungskapital hinaus, sind sie aber auch darauf angewiesenen, dass sich die Bürger persönlich in die Stiftung einbringen, um Projekte umzusetzen. Weiter müssen die Gremien wie das Stiftungsforum und der Vorstand noch besetzt werden. Läuft alles nach Plan soll die Stiftung im Frühjahr, spätestens im Sommer gegründet werden, dann können auch die ersten Projekt starten. Weitere Ideen sind bereits in Planung: So könnte etwa mit einem Fahrrad heimisches Obst und Gemüse in die Haushalte geliefert werden oder das St. Anna-Haus tatkräftig unterstützt werden. Interessierte Bürger und Unternehmen können sich auf dem nächsten Treffen des Initiativkreises am 31. Januar um 19.30 Uhr im Gasthof Oberbräu in Holzkirchen weiter informieren.

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