Mehr Geld für Einrichtung

Gemeinde Hausham ist Jugendtreff rund 10.000 Euro monatlich wert

Jugendtreffpunkt
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Der Jugendtreffpunkt in Hausham wird von der Gemeinde unterstützt.

Hausham – Während der Corona-Pandemie ist für Jugendliche nicht viel geboten. Der Jugendtreff in Hausham wird dennoch weiter unterstützt.

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats in Hausham hat das Gremium mit einer Gegenstimme beschlossen, den jährlichen Zuschuss für den Jugendtreff (JuTe) von 118.800 auf 122.099 Euro zu erhöhen. Unverständnis rief hervor, dass der finanzielle Beitrag, den das Landratsamt an den Kreisjugend­ring Miesbach als Betreiber leistet, seit Jahren unverändert ist. Da soll Bürgermeister Jens Zangenfeind für den nächsten Abrechnungszeitraum auf Nachbesserungen pochen.

Alle drei Jahre schließt die Gemeinde Hausham einen Betriebsträgervertrag für das JuTe mit dem Kreisjugendring ab. Turnusgemäß hatte der Gemeinderat in der Dezembersitzung den Zeitraum 2021 bis 2023 auf der Tagesordnung. Gemäß Berechnungen des Kreisjugendrings steigt der Finanzbedarf jährlich um 3.299 Euro auf 122.099 Euro. Wie Kämmerer Martin Reisberger sagte, sind sowohl der Entwurf als auch die regelmäßigen Abrechnungen plausibel und nachvollziehbar.

Der Rathauschef warb dann auch um Zustimmung, um das JuTe am Laufen zu halten: „Die derzeitige corona-bedingte Schließung ist bitter genug, das kann leider auch das gute Online-Angebot nicht wettmachen.“ Willi Halletz (Grüne) sah das anders und versagte dem Beschluss seine Zustimmung: „10.000 Euro pro Monat sind eine horrende Summe.“ Das konterte Zangenfeind damit, dass in die Jugend angelegtes Geld immer gut angelegt ist: „Ich kann nur sagen, der JuTe läuft bestens und ist eine ganz wertvolle Einrichtung in der Gemeinde.“

Auch, weil sich nicht jeder Jugendliche von Sport- oder Brauchtumsvereinen angesprochen fühlt, ist laut Zangenfeind das JuTe eine perfekte Abrundung. Weiter schlug er vor, dass, wenn es die Corona-Lage zulässt, eine Gemeinderatssitzung in die Räume des JuTe an der Brentenstraße zu verlegen, damit sich die erstmals in das Gremium gewählten Räte ein Bild von der Einrichtung machen können.

Georg Eham (CSU) störte sich an dem jährlichen Zuschuss von 20.000 Euro, den das Landrats­amt leistet: „Das erscheint mir relativ wenig und ist seit Jahren unverändert.“ Dazu erklärte Zangenfeind, dass der Landkreis jedes Jahr eine sechsstellige Summe in die Jugendarbeit investiert und da nur 1 Prozent für freiwillige Leistungen übrig bleibt. Zangenfeind versprach aber, dies bei einer der nächsten Besprechungen mit dem Landratsamt auf die Tagesordnung zu bringen und sich für Nachbesserungen für den nächsten Abrechnungszeitraum einzusetzen. hac

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