Star im Traktor

Gemeinde Kreuth und Skiclub empfangen Viktoria Rebensburg

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Der Nachwuchs steht für sein Idol Spalier: Die Skijugend von Kreuth empfing Viktoria Rebensburg mit Blumen. Mit dabei waren Bürgermeister Josef Bierschneider, Skiclub-Vize Helga Götschl und Doris Kirchberger-Aumann vom Fanclub-Team (hinten) .

Kreuth – „Vicky, mia hoin di mid‘n Traktor ob, Vicky, mia wissen du machst niamois ned schlapp”, schmetterten rund 30 Skikinder zusammen mit Bürgermeister Josef Bierschneider, Skiclub-Vize-Vorstand Helga Götschl und Doris Kirchberger-Aumann vom Fanclub-Team. Obwohl der Wettergott beim Jubeln nicht so mitmachen wollte wie geplant, tuckerte ein Traktor mit der sportlichen Botschafterin Kreuths im Slalom über den Hirschberg-Hügel, wo Viktoria Rebensburg ausstieg.

Die örtliche Jugend stand Spalier und überreichte Rosen. Eine große Fan-Gemeinde wartete zum Empfang am Liftstüberl. Eigens dazu angereist waren Fans aus Frankreich, Osttirol, aus der Lausitz und dem Erzgebirge sowie aus Frankfurt. „Erfolgreich zu sein setzt zwei Dinge voraus: Klare Ziele und den brennenden Wunsch, sie zu erreichen“. Nicht passender hätte dieses Goethe-Zitat, das Bürgermeister Josef Bierschneider in seiner Begrüßung für Vicky Rebensburg zitierte, ausgewählt werden können. Nach den großen Erfolgen in der Weltcup-Saison 2017/2018 hatte Vicky auch in der Saison 2018/2019 bei den Topathleten dieser Welt kräftig mitgemischt.

„Seit dem Saisonende bist du nun die beste deutsche Skifahrerin, hast wieder Edelmetall in deine Heimat gebracht und bist zudem die Nummer vier auf der Weltrangliste geworden, was allergrößten Respekt verdient“, würdigte der Rathauschef stolz.

Wie dramatisch der sportliche Weg war, die Riesenslalom-Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Schweden mit nach Kreuth zu bringen, machte Helga Götschl deutlich. Zur Goldmedaille fehlten gerade mal 14 Hundertstel Sekunden! Bravourös habe Viktoria Rebensburg die drei Disziplinen Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt gemeistert. „Du bist das sportliche Aushängeschild unserer Gemeinde und repräsentierst auf sympathische Art und Weise auf der ganzen Welt unseren Ort.“ Landkreis-Sportreferentin Sabine Kirchmaier brachte es auf den Punkt: „Du bist Vorbild und spornst viele Kinder an, sich sportlich zu engagieren und dabei auch mal Durststrecken zu überwinden, wenn es mal nicht so läuft“. Helga Zimmermann vom Bayerischen Landessportverband meinte nur kurz und knapp: „Bei jedem deiner Herzschlag-Rennen standen bei mir daheim Kreislauftropfen bereit“. Als Geschenk erhielt die 29-jährige Sportlerin neben einem großen Blumenstrauß auch Gutscheine für einen Tandem-Gleitschirmflug und einen Barista-Workshop in der Kreuther Kaffeerösterei, um mit Freund Hansi zu lernen, die neue Kaffee­maschine besser einzusetzen.

Höhepunkt des Nachmittags war die Laudatio von Moderator Florian „Flickä“ Oberlechner aus Kreuth, der zu Hochform auflief. Mit seinem unschlagbaren Humor plauderte er Hintergrundwissen über Viktoria Rebensburg aus, was ein Feuerwerk an Lachsalven auslöste. Nun wissen alle, warum Vicky vor dem Rennstart ausgerechnet britische Brexit-Wärmehosen trägt. Nun ist bekannt, warum die Kreuther „Rennsemmel“ keine ausländischen „Bauschaumsemmeln“ essen will und deshalb unterwegs auf der Welt lieber ihr eigenes Brot backt. Als aber

Vicky Rebensburg den Zollbeamten am anderen Ende der Welt beibringen wollte, dass man nur mit Kreuther Honig im Gepäck Ski-Rennen gewinnen kann, ging den Neuseeländern diese Heimattreue doch zu weit. Das wertvolle Produkt wurde eingezogen und die Strafgebühr war fällig.

Nach dem Kaffeetrinken im Hirschberg-Liftstüberl hatten die kleinen Fans ihre Vicky für sich und konnten Fragen stellen, die die Vize-Weltmeisterin 2019 mit größter Ruhe beantwortete. iv

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