Bürgerbeteiligung erwünscht

Gemeinderat: Arbeitsgruppe soll sich mit der Schlierseer Ortsmitte befassen

+
Der nächste Schritt in der Entwicklung der Schlierseer Ortsmitte ist Bürgerbeteiligung: Das Bilden einer Arbeitsgruppe.

Schliersee – Die Gemeinderäte Beatrix Seidenfus, Wolfgang Schauer (beide PWG), Bernd Mayer-Hubner und Gerhard Waas (beide Grüne) stellten in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung in Schliersee den Antrag, eine Arbeitsgruppe zu bilden. Sie soll sich mit der Zukunft der Schlierseer Ortsmitte beschäftigen, insbesondere mit dem leerstehenden, alten Schulhaus.

„Viele Schlierseer haben eine emotionale Bindung zu dem alten Schulhaus“, sagte Waas. Das ist einer der Gründe, warum er sich mehr Bürgerbeteiligung wünscht. „Man vermeidet viel Ärger, wenn man die Bürger mitnimmt“, erklärte er weiter. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer stimmte ihm zu: „Das ist der richtige Weg.“ Er erinnerte aber zugleich daran, dass die Bürger bereits am Prozess beteiligt worden sind. 2013 hatte es eine Umfrage gegeben und vor etwa einem Jahr hatten drei Schlierseer Architekten ihre Entwürfe zum Thema Ortsmitte in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. „Eine gute Basis“, findet Florian Zeindl (CSU), allerdings sieht er jetzt den Gemeinderat in der Pflicht und ruft zu Mut für Entscheidungen auf. Er könnte sich vorstellen, dass der Gemeinderat sich für einen Entwurf entscheidet und dann das Feedback der Bürger einholt. Waas ist das zu wenig Bürgerbeteiligung. Er wünscht sich einen kommunikativen Prozess und möchte Vertreter der „großen Player“ am Ort an einen Tisch zum Dialog holen. Gerne mit einem unabhängigen Moderator und mit Experten, die auch nicht fehlen sollten. Die Ergebnisse dieser Gesprächsrunden sollen dann jeden Monat in der Gemeinderatssitzung vorgestellt werden. Schnitzenbaumer braucht nicht unbedingt eine schnelle Entscheidung. Er kann sich gut vorstellen, eine Bebauung den nachfolgenden Generationen zu überlassen, wie etwa im vorgestellten Entwurf von Architekt Johannes Wegmann im vergangenen Jahr. „Denn wenn etwas steht, dann steht es für Jahrzehnte“, sagte der Bürgermeister. Auch Waas rechnet nicht mit schnellen Ergebnissen. „Das dauert, das ist anstrengend, aber der Dialog hat eine hohe Akzeptanz“, sagte er. Von eineinhalb Jahren Meinungsbildung geht auch er aus. Mit vier Gegenstimmen entschied sich der Gemeinderat, eine Arbeitsgruppe zu bilden. jw

Auch interessant

Meistgelesen

250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Wasser steigt weniger stark als angenommen
Wasser steigt weniger stark als angenommen
Kinderbetreuung in Miesbach: Ausschuss spricht sich deutlich für Anbau am Kloster aus
Kinderbetreuung in Miesbach: Ausschuss spricht sich deutlich für Anbau am Kloster aus
Vier Fragen an die Irschenberger Bürgermeisterkandidaten
Vier Fragen an die Irschenberger Bürgermeisterkandidaten

Kommentare