Gemeinderat beschließt Bepflanzung des Lindenplatzes / Vorbild für Bad Wiessee

Neue Bankerl, hübsche Stauden

+
Das Pflaster ist verlegt, es fehlt noch die Bepflanzung am Lindenplatz. Das beschlossene Konzept könnte Vorbild für den gesamten Ort werden.

Bad Wiessee – Eine neue Fußgängerampel, neuer Asphalt und Fahrbahnteiler und eine neue Gestaltung auf der Freifläche – der Lindenplatz hat ein frisches Gesicht bekommen. Was noch fehlt, sind Pflanzen.

Wie die Grünflächen aussehen sollen, darüber hat der Wiesseer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung gesprochen. Es herrschte große Einigkeit. Das Gremium ist am Ende den Vorschlägen der Fachleute gefolgt. Landschaftsarchitektin Johanna Vogl aus Weilheim und Gemeinde-Gärtner Matthias Hartmann hatten ein Konzept präsentiert, das durchweg auf Zustimmung stieß und nun als Muster für den gesamten Ort gelten könnte. Ein solches hatte die SPD-Fraktion vor Monaten gefordert. „Das kommt unserer Intention sehr nahe“, urteilte dann auch Vize-Bürgermeister Robert Huber. Vorgesehen ist, dass neben den solitär stehenden Bäumen eine Staudenbepflanzung, also krautige Pflanzen, den Platz aufhübschen sollen. Sie sind leicht zu pflegen, langlebig und bieten über das gesamte Jahr wechselnde Farben und Strukturen. Landschaftsarchitektin Vogl schlägt für die Bepflanzung „eine Einheit“ an der Straße und auf dem Platz vor. Wobei sie für letzteren stärkere farbliche Akzente setzen möchte, indem die bunt blühenden Stauden dort in etwas größerer Zahl wachsen.

Für Robert Huber ist wichtig, „dass der Bauhof auch damit umgehen kann“. Trotz aller Pflegeleichtigkeit bräuchten die Flachen eine ordnende Hand, damit sie nicht „ausschauen wie Kraut und Rüben“. Gärtner Hartmann erklärte, dass eine Staudenbepflanzung nie ganz korrekt und ein wenig verwildert aussehen werde. Markus Trinkl (FW) beruhigte und verwies auf den Gmunder Kreisel, wo sich alles „sehr schön entwickelt“ habe. Der Gemeinderat beschloss dann auch mit 16:1 Stimmen die von Vogl und Hartmann präferierte Bepflanzung. Noch in diesem Jahr sollen vier Linden und eine Zierkirsche auf dem Lindenplatz eingesetzt werden. Die dortige Bepflanzung soll Vorbild für den Ort werden, ebenso wie die Bänke, die aufgestellt werden. Das Gremium hat sich für eine in heimischen Betrieben gefertigte Bank aus heimischem Douglasienholz entschieden. Dieses wird nicht behandelt. Die eigens entworfene Bank – sie kostet 750 Euro – soll die unbequemen niederen aus lackiertem Tropenholz sukzessive ersetzen. Während Florian Sareiter (CSU) vorschlug, gegen Geld Patenschaften für die Sitzgelegenheiten anzubieten, regte sein Fraktionskollege Georg Erlacher an, darüber nachzudenken, sich die „Wiesseer Bank“ sogar patentieren zu lassen.

ft

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona-Lockdown ohne Ende: Unternehmer am Tegernsee fordern Perspektive
Corona-Lockdown ohne Ende: Unternehmer am Tegernsee fordern Perspektive
Corona: Landkreis Miesbach will Teststrategie ausweiten
Corona: Landkreis Miesbach will Teststrategie ausweiten
Corona im Landkreis Miesbach: Das Impfzentrum hat wegen AstraZeneca-Beschluss Termine abgesagt
Corona im Landkreis Miesbach: Das Impfzentrum hat wegen AstraZeneca-Beschluss Termine abgesagt
Maler und Oberflächengestaltung Hierat in Gmund
Maler und Oberflächengestaltung Hierat in Gmund

Kommentare