Gemeinderat Schliersee berät über Ortseingangsbeschilderung: Testlauf geplant

Mit Technik gegen Banner?

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Der Gast wird am Kirchbichl mit einem wunderbaren Blick auf Schliersee begrüßt. Um das zu optimieren, sollen neue Ortseingangsschilder her.

Schliersee – Schon lange steht die Erneuerung der Ortseingangsbeschilderung in Schliersee im Raum. Bei seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Marktgemeinderat erneut mit dem Thema. Eingeladen war hierzu Architekt Johannes Wegmann, der seinen Entwurf vorstellte.

„Es geht darum, wie wir uns selbst darstellen wollen. Wie traditionell oder modern wollen wir sein?“, fragte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer in die Runde. Grundsätzlich gehe es um eine Beschilderung am Kirchbichl, in Neuhaus und eine abgespeckte Version am Spitzingsee.

Als Begrüßungstafel mit dem neuen Logo von Schliersee stellt sich Architekt Wegmann eine Konstruktion aus Holz und Metall mit Steinsockel auf einem begrünten Hügel vor. Hierüber gab es keine große Diskussion, seine Idee gefiel. Das zweite Schild solle das Banner-Chaos an den Orts- eingängen ersetzen. Möglich sei laut Wegmann ein Holzrahmen, in den Banner eingespannt werden können. Eine weitere, etwas kostspieligere Alternative sei eine moderne Lösung mit LED-Technologie. Sie wäre sehr leicht zu aktualisieren und vom Schreibtisch aus steuerbar – allerdings auch nicht ganz billig: die Kosten pro LED-Wand beginnen bei 25.000 Euro. Der Rathaus-Chef äußerte sich zurückhaltend, nicht ganz sicher, ob diese Lösung denn wirklich zu Schliersee passe. Robert Mödl (DS) zweifelt hingegen nicht daran. „Es kommt ja immer darauf an, was dort gezeigt wird – dann passt das auch zu uns“, sagte er. Auch Florian Guggenbichler (DS) findet eine LED-Lösung gut: „Ich habe mir das in München angeschaut. Man merkt überhaupt nicht, dass es LED ist. Eine tolle Sache“, erklärte Guggenbichler. „Wir wollen doch ein moderner Ort sein“, rief Gerhard Waas (Grüne) auf, den Mut aufzubringen, die Idee gleich umzusetzen. Vize-Bürgermeisterin Johanna Wunderle (CSU) würde sich über eine Vorreiter-Rolle im Landkreis freuen. Bedenken von Rolf Dombrowsky (CSU), dass diese Stellen ein Unfallschwerpunkt werden könnten, kann sie nicht nachvollziehen: „Das rolliert ja nicht ständig, wir sind ja nicht in Las Vegas“, sagte Wunderle. „LED gehört die Zukunft.“ Ein klarer Vorteil wäre, dass kurzfristig Infos an den Gast weitergeben werden können.

Entschieden hat sich der Marktgemeinderat noch nicht, geplant ist zunächst ein Testlauf.

jw

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