Gemeinderat segnet Entwurf eines Erweiterungsbaus ab

Wiesseer Rathaus bekommt einen Anbau 

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Ans Wiesseer Rathaus wird angebaut. Um sich besser an die historische Bausubstanz anzupassen, wird nach Wünschen der Gemeinderäte einer Massivbauweise gegenüber eines Holzbaus der Vorzug gegeben.

Bad Wiessee– Nach langen Überlegungen im Gemeinderat und der Verwaltung, wie der Raumnot des Bauamtes begegnet werden kann, überraschte in der Dezember-Sitzung der amtierende Bürgermeister Robert Huber mit einer Skizze eines Anbaus mit Flachdach an der Westseite des historischen Rathauses.

Die Idee fand so großen Anklang, dass das Architekturbüro Wagenpfeil mit der Ausarbeitung beauftragt wurde. Die Ergebnisse stellte Herbert Wagenpfeil bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Das Gremium einigte sich schließlich mit zwei Gegenstimmen auf einen Massivbau mit Unterkellerung. Zwei mal zwei Alternativen brachte Wagenpfeil zur Diskussion: Stets handelte sich um den gewollten Flachbau, entweder mit oder ohne Unterkellerung und einmal in Massiv- und einmal in Holzbauweise. An Raumgewinn berechnete Wagenpfeil ein Plus von rund 190 Quadratmetern Nutzfläche ohne und von gut 280 Quadratmetern mit Unterkellerung. Die Kosten für das Gewerk ohne Keller bezifferte Wagenpfeil auf geschätzt 733.000 Euro. Für die Kellervariante wären rund 892.000 Euro fällig. Nacheinander fragte Huber dann die Fraktionen ab und bekam überwiegend positive Rückmeldungen. Markus Trinkl (Wiesseer Block) plädierte für einen Keller: „Das sollte uns der Zugewinn wert sein“. Weiter sprach er sich für eine Massivbauweise aus, weil sich dies besser an die historische Substanz des Rathauses anpasst. Auch Kurt Sareiter (CSU) plädierte für diese Lösung und meinte ergänzend: „Wir sollten uns die Chance aber nicht vertun und eine Aufstockung im Blick behalten.“ Wie Wagenpfeil meinte, sollte diese Option bei einer Massivbauweise mit einem relativ geringen Aufwand von maximal 50.000 Euro zu berücksichtigen sein. Auf strikte Ablehnung stieß der Anbau bei der ranBW-Fraktion. „Das ist ein Schildbürgerstreich. Wir werden in Zukunft weit weniger Büroräume brauchen als wir heute haben. Stattdessen vernichten wir Parkplätze“, wetterte Rolf Neresheimer auch im Namen seines Kollegen Armin Thim. Dem widersprach Bernd Kuntze-Fechner (SPD) entschieden, der von einer „guten Lösung für das Bauamt“ sprach. Gegen die Stimmen von Neresheimer und Thim wurde schließlich das Architekturbüro Wagenpfeil beauftragt, den Anbau mit Unterkellerung in Massivbauweise und der Möglichkeit einer Aufstockung in Angriff zu nehmen. Zum Zeitplan befragt, schätzte Wagenpfeil, dass im September mit den Bauarbeiten begonnen und der Anbau dann im folgenden Frühjahr bezugsfertig sein könnte.   hac

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