Dank und Sinnhaftigkeit

Generalistische Pflegeausbildung seit einem Jahr: Caritas gibt Einblick

Generalistische Pflegeausbildung bei Caritas-Sozialstation Miesbach
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Lernen durch Erfahrung: Philipp Pfefferkorn ist einer der ersten Auszubildenden bei der generalistischen Pflegeausbildung im Krankenhaus Agatharied. Bei der Caritas-Sozialstation in Miesbach begleitet Praxisanleiterin Marianne Beugel seine Ausbildung.

Landkreis – Seit 1. Januar 2020 gilt das Pflegeberufegesetz, das auch auch die generalistische Ausbildung beinhaltet. Die Caritas Miesbach gibt nun Einblick.

Die Pflegeberufe sollen attraktiver werden. Mit dem Pflegeberufegesetz hat der Gesetzgeber zum 1. Januar 2020 die Voraussetzungen dafür geschaffen. Unter dem Begriff „Generalistische Pflegeausbildung“ wurden die Ausbildungen in Alten-, Kranken- sowie Kinderkrankenpflege zusammengefasst. Diese drei Berufsbilder schließen nun mit dem Abschluss als Pflegefachfrau oder -mann ab. Einer der ersten Schüler, die diese generalistische Ausbildung im Krankenhaus Agatharied absolvieren, ist Philipp Pfefferkorn aus dem Landkreis Miesbach.

Einen Teil seiner Ausbildung macht er in der ambulanten Pflege bei der Caritas-Sozialstation in Miesbach. 400 Stunden lang begleitet er eine Pflegefachkraft bei ihrer Arbeit und wird direkt vor Ort am Klienten in die praktische Arbeit eingewiesen. Anschließend erfolgt eine theoretische Nachbereitung mit Caritas-Praxisanleiterin Marianne Beugel. „Das ist eine deutliche Aufwertung unserer Arbeit“, erklärt Pflegedienstleiterin Susanne Nortmeier von der Caritas in Miesbach. „Vorher waren die Schüler nur etwa 80 Stunden bei uns. Auch das Berufsbild der Praxisanleitung wurde verpflichtend eingeführt.“

Philipp Pfefferkorn kommt aus einer Familie, in der viele Mitglieder soziale Berufe gewählt haben. Er selbst ist bei der Wasserwacht und der Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ehrenamtlich tätig. „Mein Vorbild ist meine Oma, die Kinderkrankenschwester war“, sagt der junge Mann. Besonders viele Freude mache es ihm, Heilungsprozesse mitzuerleben. „Ich erlebe bei meiner Tätigkeit viel Dankbarkeit und Sinnhaftigkeit“, erklärt er.

An seiner Ausbildung beeindruckt Philipp Pfefferkorn besonders die Kommunikation zwischen den einzelnen Berufsgruppen. „Es besteht eine große Wertschätzung zwischen Ärzten und Pflegefachkräften“, erläutert der angehende Pflegeexperte. „Da besteht ein respektvoller Umgang miteinander.“ Später möchte er einmal in der Notfall- oder Intensivmedizin arbeiten oder bei Ärzte ohne Grenzen. Eines findet der Auszubildende an seinem künftigen Beruf allerdings verbesserungswürdig: das Gehalt und das Image. ksl

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