Bei der FDP Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen

Per Losentscheid: Holzkirchnerin als Kandidatin für Bundestag nominiert

Bei der FDP-Versammlung in Gmund: (v.l.) Patrick Lechner, Simon Roloff, Béatrice Vesterling, Ulrich Lechte und Ursula Lex.
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Bei der FDP-Versammlung in Gmund: (v.l.) Patrick Lechner, Simon Roloff, Béatrice Vesterling, Ulrich Lechte und Ursula Lex.

Gmund – Überaus spannend war die Nominierung des Bundestagskandidaten bei der FDP Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen. Am Ende musste das Los entscheiden.

Spannender kann eine Wahl kaum sein: In den ersten zwei Wahlgängen lag die designierte Bundestagskandidatin Béatrice Vesterling mit ihrem Konkurrenten Simon Roloff gleichauf. Vor Kurzem fand die Nominierungsversammlung des Bundestagswahlkreises 223 für Miesbach und Bad Tölz-Wolfratshausen im Gasthof Herzog Maximilian in Gmund statt. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Wahl der Delegierten für die Landesversammlung zur Aufstellung der Landesliste sowie die Wahl des Direkt- und Listenkandidaten zum 20. Bundestag.

Angetreten waren für den Landkreis Miesbach die Holzkirchner Ortsvorsitzende Béatrice Vesterling und für den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen der Bichler Jungliberale Simon Roloff. Beide bewarben sich in hochmotivierten, freien Reden für die Bundestagskandidatur. Sowohl Vesterling als auch Roloff verstanden es dabei, das Publikum auf ihre Themen zu fokussieren. In beiden Reden herrschte hochkonzentrierte Ruhe im Saal und in der anschließenden Fragerunde rege Publikumsbeteiligung.

Die gewählten Delegierten: Günther Fuhrmann (KV Bad Tölz-Wolfratshausen), Antje Helmers (KV Miesbach), Florian Hupfauer (KV Miesbach), Patrick Lechner (KV Bad Tölz-Wolfratshausen), Ursula Lex (KV Miesbach), Anian Orlob (KV Miesbach), Simon Roloff (KV Bad Tölz-Wolfratshausen), Tobias Schönbrunn (KV Bad Tölz-Wolfratshausen) und Béatrice Vesterling (KV Miesbach).

So versprach Simon Roloff, dass er nicht nur Politik für junge Leute machen wolle, sondern junge Politik für alle. Er spannte einen rhetorischen Bogen von Bürgerrechten in Zeiten von Corona über Start-ups bis Umweltschutz und betonte, dass er trotz seiner Jugend schon in zwei Wahlkämpfen Erfahrung gesammelt habe und für die Belange der Menschen brenne. Vesterling, von Beruf Krankenkassen-Betriebswirtin, legte ihren Schwerpunkt auf Arbeit und Soziales sowie die Förderung von Mittelstand und Ausbildung, um die dramatischen Folgen der Corona-Krise aufzufangen. Außerdem fordert Vesterling, dass der gesellschaftliche Status von Mittelschule und Handwerksberufen gestärkt werde: „Nicht jeder muss aufs Gymnasium gehen und studieren.“ Als stellvertretende Bezirksvorsitzende der Liberalen Frauen in Oberbayern will sie zudem die Chancengleichheit für Frauen verbessern. Sie könne keine großen Versprechungen machen, weil die Bedingungen der Politik aufgrund der Pandemie auch noch im nächsten Jahr schwer vorhersehbar sein werden. „Aber ich gebe Ihnen mein Wort, dass ich mit ganzem Einsatz das Bestmögliche für Sie tun werde“, erklärte Vesterling.

Im Anschluss an die Reden und nachdem alle Fragen beantwortet waren, begann die spannende Wahl. Weder den ersten noch den zweiten Wahlgang konnten Vesterling oder Roloff für sich entscheiden. Am Ende blieb Wahlleiter Ulrich Lechte nur die Entscheidung per Los und dabei war Béatrice Vesterling die Glücklichere. Unter lang anhaltendem Applaus nahm sie Lechtes Glückwünsche entgegen.

In einem Abschlussstatement demonstrierten Vesterling und Roloff zusammen mit den Kreisvorsitzenden Ursula Lex und Patrick Lechner Willen und Einsatzbereitschaft für einen fulminanten Wahlkampf. „Gerade in diesen schweren Zeiten ist eine liberale Partei überlebenswichtig. Deswegen werden wir mit allem, was wir haben, für den Einzug in den Bundestag kämpfen“, waren sich die vier einig. ksl

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