„Prost“ und „Salute“ online

Gmund und Fauglia feiern zehnjährige Partnerschaft per Video

Das Jubiläum wurde im Gmunder Rathaus per Video-Konferenz mit der italienischen Partnergemeinde gefeiert.
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Das Jubiläum wurde im Gmunder Rathaus per Video-Konferenz mit der italienischen Partnergemeinde gefeiert.

Gmund – Es war vor zehn Jahren, als der Partnerschaftsvertrag zwischen den Gemeinden Gmund und Fauglia (Toskana) unterschrieben wurde.

Ursprünglich sollte ja das Jubiläum am letzten Juni-Wochenende im Rahmen des alljährlichen Dorffestes der italienischen Freunde ausgiebig gefeiert werden, doch Corona machte dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Die Vertreter der Partnergemeinden ließen es sich jedoch nicht nehmen, gemeinsam mit „Prost“ und „Salute“ auf das Bündnis anzustoßen – allerdings per Video-Konferenz. 

In fröhlicher Atmosphäre tauschten sich Anfang Juli die Partner über die jeweiligen Situationen vor Ort aus. Unterstützt von Christine Hilmer, die während des kompletten Gesprächs simultan im Gmunder Rathaus übersetzte, blickten beide Seiten auf die vergangenen zehn Jahre zurück und bedankten sich gegenseitig für die Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Gmunds Bürgermeister Alfons Besel lobte neben der Warmherzigkeit der Menschen in Fauglia die wunderschöne Landschaft und das gute Essen. Letzteres führe dazu, dass man immer ein paar zusätzliche Pfunde mit nach Hause bringe, merkte er schmunzelnd an. 

Selbstverständlich warfen die Konferenz-Teilnehmer auch einen Blick in Richtung Zukunft: Kulturreferent Josef Stecher regte einen stärkeren Kulturaustausch übers Internet an. Beide Gemeinden könnten beispielsweise Bilder und Videos von Musikern und Künstlern ihrer Region online stellen. Ziel sei es, zum einen die Künstler selbst miteinander in Austausch zu bringen, zum anderen den Bürgern in beiden Orten mehr Eindrücke der jeweils anderen Kultur zu vermitteln. Dies hätte auch den Vorteil, dass sich Sprachbarrieren umgehen ließen. Die beiden Bürgermeister Alberto Lenzi und Alfons Besel, Kulturreferent Stecher sowie Otmar Straßmüller, Sprecher des Gmunder Arbeitskreises „Freunde von Fauglia“ waren sich bei der Video-Konferenz außerdem einig, dass es besonders wichtig sei, die Jugend weiterhin verstärkt in die Partnerschaftsaktivitäten zu integrieren. Hier solle es mehr Austausch geben, sei es durch persönliche Treffen oder über das Internet. 

Straßmüller berichtete auf italienisch, wie er bereits 2013 mit Gudrun Klotzsche, der Leiterin der Gmunder Grundschule, Fauglia den Eltern, Schülern und Lehrern in einem Vortrag vorgestellt hatte. Damals wie heute gehe es darum, den Gmundern den malerischen italienischen Ort näherzubringen, hob Straßmüller hervor. Dass im nächsten Jahr auf jeden Fall die Reise der Gmunder Jubiläums-Delegation nach Fauglia nachgeholt werden soll, darüber waren sich alle einig. Immerhin gibt es dann mit dem elfjährigen Bestehen der Partnerschaft eine Schnapszahl zu feiern. Sofern es Corona zulässt, will man aber vielleicht schon zu einem früheren Zeitpunkt mit einer kleinen Gruppe die italienische Gemeinde der Provinz Pisa besuchen. Anlässlich der Partnerschaft lässt die Gemeinde Gmund übrigens gerade eine Broschüre drucken, die dann ab Ende Juli im Rathaus ausliegen wird. rei

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