Gemeinderat unterstützt CSU-Antrag

Gmund: Kreisel als Ziel

+
Der Gemeinderat beschloss, dass sich Gmund für einen Kreiselbau und eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer einsetzt.

Gmund – Die Gmunder CSU-Fraktion hält den Bau eines Kreisverkehrs in Kaltenbrunn aus mehreren Gründen für notwendig. Mit einem entsprechenden Antrag hatte sie damit ein Thema, das die Gemeinde schon lange beschäftigt, wieder in Schwung gebracht. Ohne große Diskussion stimmte in der Juli-Sitzung der Gesamtgemeinderat dem vorgebrachten Anliegen zu.

In ihrem Schreiben führen die Christsozialen eine Reihe von Argumenten auf, die für einen Kreisverkehr sprechen. Dabei ist die Rede von einer deutlichen Verbesserung des Verkehrsflusses insbesondere für die Zufahrten aus Finsterwald und dem Gut Kaltenbrunn. Ferner geht es darum, die aufgrund der schlechten Anfahrts-Sicht in Richtung Bad Wiessee bestehende Gefahrensituation zu reduzieren. Zudem sollten im Zuge der Erstellung Querungshilfen angebracht werden, um für Fußgänger und Radfahrer eine sichere Straßenquerung zu ermöglichen. Und: Der Radweg auf der nördlichen Straßenseite der Bundesstraße 318 sollte mit der Baumaßnahme bis zur Straße nach Holz erweitert werden. „Mit der Umsetzung des Kreisverkehrs kann sowohl für Fußgänger als auch für Rad- und Autofahrer die aktuelle Situation deutlich verbessert und sicherer werden“, heißt es in dem von CSU-Fraktionssprecher Franz von Preysing unterzeichneten Antrag. Und weiter: „Im Zuge der Planung sollte auch mit dem Staatlichen Bauamt Rosenheim geklärt werden, wer als Bauherr auftritt, da es sich um eine Bundes- und eine Staatsstraße handelt.“ Bürgermeister Alfons Besel berichtete am Sitzungsabend, dass das Staatliche Bauamt gerne bereit sei, den Umbau der Kreuzung sowie die Erweiterung der Radwegeverbindung zu überprüfen. Allerdings könne die Rosenheimer Behörde „keine Aussage machen, was die zeitliche Umsetzung betrifft“. Johann Schmid (SPD) meinte dazu: „Wir sollten schauen, dass es nicht zu lange dauert.“ Andernfalls sollte über die Errichtung einer provisorischen Querungshilfe nachgedacht werden, regte Schmid an.

Letztendlich befürworteten alle Gemeinderäte den CSU-Antrag und beschlossen, dass sich die Kommune im Rahmen der Planung für einen Kreisverkehr einsetzt.

Induktionsampel statt Kreisverkehr

Der Rottacher Jörg Hager – Mitglied bei „Die Linke“, Basisgruppe Miesbach im Kreisverband Oberland – äußerte in einem an den Gmunder Bürgermeister und die Gemeinderäte gerichteten Brief seine Bedenken in puncto Kreisverkehr. Hager schreibt unter anderem: „Nicht nur, dass durch den Bau eines Kreisels erhebliche Kosten auf die Gemeinde, den Landkreis wie den Freistaat Bayern zukommen, sondern dass auch die beiden Hänge rechts und links der Kreisstraße nach Finsterwald aus Platzmangel weit abgetragen werden müssten, möchte ich Ihnen zu bedenken geben, dass an dieser Stelle eine verkehrsabhängige Induktionsampel wesentlich preisgünstiger und effektiver wäre.“ Hager, der sein Schreiben auch dem Gelben Blatt zukommen ließ, ist der Meinung, dass sein Vorschlag eine Diskussion im Gemeinderat sowie in einer Bürgerversammlung wert wäre, „um letztendlich zu einem Ergebnis zu kommen, das allen verkehrstechnischen Bedürfnissen der Bürger von Gmund, der Gemeindeanrainer und des Tegernseer Tals gerecht wird“. Besel sagte dazu: „Die Entschärfung des Kreuzungsbereiches ist komplex und bedarf einer intensiven Abwägung“. Es gelte Belange des Orts- und Landschaftsbildes zu berücksichtigen.

Staatliches Bauamt prüft Möglichkeiten

„Die Kreuzung ist ein Unfallhäufungspunkt. Wir haben den Auftrag, für Abhilfe zu sorgen“, sagte Florian Deininger vom Bauamt Rosenheim auf Nachfrage. Die Behörde sei Baulastträger und werde die nächsten ein bis drei Jahre in die Planung einsteigen. Früher sei aufgrund vieler anderer Maßnahmen nicht möglich. Wie Deininger weiter erklärte, würden alle Möglichkeiten zum Umbau der Kreuzung ergebnisoffen geprüft. „Im Rahmen der genauen Betrachtung des Knotenpunkts werden wir uns auch einen Kreisverkehr überlegen.“ rei

Auch interessant

Meistgelesen

Irschenberg: Zweijähriger von Radlader verletzt
Irschenberg: Zweijähriger von Radlader verletzt
#lieblingsfriseur – Neu- und Wiedereröffnung in Holzkirchen
#lieblingsfriseur – Neu- und Wiedereröffnung in Holzkirchen
Valley: Lastwagen streift Schüler / Polizei sucht Zeugen
Valley: Lastwagen streift Schüler / Polizei sucht Zeugen
Infotafel klärt am Spitzingsee über Naturschönheiten auf
Infotafel klärt am Spitzingsee über Naturschönheiten auf

Kommentare