Orientierung im Gastgewerbe

Ausbildungskooperation der Realschule Tegernseer Tal setzt positiven Impuls

Realschüler bei der Infoveranstaltung zur Hotellerie.
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Bei der Informationsveranstaltung im Januar bekamen die Realschüler auch kleine Aufgaben gestellt.

Gmund – Die Realschule Tegernseer Tal bietet mit einer Informationsveranstaltung Orientierung. Die Schüler erhalten einen Überblick über das Ausbildungsangebot im Gastgewerbe.

Vor knapp vier Jahren bot die Realschule Tegernseer Tal erstmals ihren Schülern die Möglichkeit, sich im Rahmen einer speziellen Veranstaltung ein konkretes Bild über die breit gefächerten Angebote im Hotel- und Gaststättengewerbe zu zeichnen. Mittlerweile ist diese Informationsveranstaltung zu einer regelmäßigen Einrichtung geworden.

Entwickelt hat sich dabei eine enge Kooperation mit dem Relais & Châteaux Park-Hotel Egerner Höfe, Althoffs Seehotel Überfahrt, dem Hotel „Das Tegernsee“ und dem Arabella Alpenhotel am Spitzingsee. Auch heuer stieß der Event – er fand Ende Januar für freiwillige Teilnehmer der neunten Jahrgangsstufe statt – wieder auf großes Interesse. Dass das auch künftig so bleibt, ist Claudia Schaal besonders wichtig. Die Lehrkraft für wirtschaftliche Fächer, die in diesem Rahmen auch berufsberatende Maßnahmen mitkoordiniert, hofft auf einen positiven Effekt für die derzeit corona-bedingt arg gebeutelte Hotellerie und Gastronomie. Schließlich sei diese Branche gerade in einer touristisch stark erschlossenen Region wie dem Tegernseer Tal nach wie vor von hoher Bedeutung für den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Schaal: „Zum einen sind die Schüler an potentiellen Ausbildungsplätzen, zum anderen die Hotels als Arbeitgeber an motivierten Auszubildenden interessiert.“

Für junge Menschen sei es oft nicht leicht, den ersten Schritt zu wagen und mit Betrieben in Kontakt zu treten. „Meist fehlen ein konkreter Ansprechpartner sowie der Einblick in die Arbeitswelt“, erklärt die Lehrerin und erläutert: „Diesen Berührungsängsten wirkt unsere jährliche Veranstaltung entgegen. Die Schüler lernen die Ansprechpartner im Zuge der Konversation kennen, bekommen kleine Aufgaben gestellt und haben dadurch gleich einen sehr persönlichen Bezug zu den Ausbildungsberufen und erfahrenen Hotelkollegen.“ Neben zahlreichen Möglichkeiten in puncto Lehre, zukunftsträchtige Arbeitsplätze und flexible Dienstzeiten spielten laut Schaal in erster Linie Ausbildungsangebote vor Ort eine zentrale Rolle bei der Berufswahl. Schüler müssten keine weiten Wege zum Ausbildungsbetrieb zurücklegen, andererseits freuten sich die Arbeitgeber über kompetentes und ortskundiges Personal.

Wie sich bei der jüngsten Infoveranstaltung zeigte, besteht bei vielen der teilnehmenden Jugendlichen ein familiärer Bezug zur Hotellerie und Gastronomie. „Meine Eltern haben selbst ein kleines Hotel, da möchte ich später mal arbeiten. Aus diesem Grund interessiere ich mich natürlich für eine entsprechende Ausbildung“, lautete beispielsweise ein Schülerkommentar. Nicht minder geschätzt wird das berufsorientierende Angebot in der Realschule aber auch von Neuntklässlern, die keinen Bezug zur Gastro-Branche haben. „Gerade für diese Schüler ist es eine neue Erfahrung, wie vielseitig hier die Ausbildungsmöglichkeiten sind“, sagt Schaal und wagt schon mal einen vorsichtigen Blick in Richtung 2021: „Geplant wäre unsere Veranstaltung wieder Anfang des Jahres. Wir wollen aber abwarten, was bis dahin möglich ist.“ rei

Erst vor kurzem hat die Realschule Tegernseer Tal mit einem anderen Projekt für Hilfe gesorgt.

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