Vernunft entscheidet

Realschule Tegernseer Tal: Gmund stimmt Bauantrag zu

Die Realschule Tegernseer Tal wird erweitert. Wo jetzt noch Fahrräder stehen, kommt der zweigeschossige Neubau hin.
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Die Realschule Tegernseer Tal wird erweitert. Wo jetzt noch Fahrräder stehen, kommt der zweigeschossige Neubau hin.

Gmund – Mit einer Vernunftentscheidung hat der Ortsplanungsausschuss dem Bauantrag für die Realschule Tegernseer Tal zugestimmt.

Die Realschule Tegernseer Tal braucht mehr Platz und bekommt ihn auch. Den Bauantrag auf Erweiterung der bestehenden Bildungseinrichtung samt der dafür erforderlichen Bebauungsplanänderung segnete der Gmunder Ortsplanungsausschuss am Dienstagabend (14. Januar) ab.

Aus städteplanerischer Sicht ist Gmund nicht begeistert. Bekanntlich hatte der Erweiterungsbau, der direkt vor dem Haupthaus errichtet werden soll, im vergangenen Jahr für intensive Diskussionen gesorgt. Letztendlich wurde aber nun der Antrag des Landkreises Miesbach befürwortet und auch der Änderung des Bebauungsplanes grünes Licht erteilt.

Kurz zu Gespräch stand der im Bebauungsplan eingetragene Geh- und Radweg entlang der Bahnlinie. Von Anfang an ist diese Verbindung nach Dürnbach zwar geplant, wegen ungeklärter Grundstücksfragen aber nicht realisiert. Nun möchte das Landratsamt, dass der besagte Weg gestrichen wird. Die Gemeinde Gmund ist jedoch anderer Ansicht. Sie will den Geh- und Radweg im Plan belassen und sich alle Optionen für die Zukunft offen halten. Mit der Gegenstimme von Helga Wagner (Grüne) wurde die Bebauungsplanänderung beschlossen.

Der vom Landkreis gestellte Bauantrag auf Erweiterung um fünf Klassenzimmer wurde zügig im Ortsplanungsausschuss behandelt. Laut Bauamtsleiterin Christine Wild wird der Neubau mit eigener Heizung 34 mal 13 Meter groß. Er besteht aus zwei Vollgeschossen, die Wandhöhe beträgt 7,67 Meter. Ebenerdig befinden sich drei Klassenzimmer, Sanitärräume und ein Technikraum. Darüber gibt es zwei Klassenzimmer, Toiletten, zwei Büros, einen Putzraum/Lager sowie einen Abstellraum. Das Flachdach wird begrünt, vom Obergeschoss zum Hauptgebäude führt ein knapp dreieinhalb Meter langer verglaster Übergang. Die fünf zusätzlich nötigen Parkplätze werden am Bahnzugang nachgewiesen. In diesen Bereich werden auch die Fahrradunterstellplätze verlegt.

Helga Wagner, die als einzige auch gegen den Bauantrag stimmte, machte deutlich, dass sie nicht gegen den Erweiterungsbau an sich sei, sondern gegen die Art und Weise, wie die Planung zustande kam. „Es ist ja bekannt, dass wir mit der städtebaulichen Situation nicht glücklich sind“, räumte Bürgermeister Alfons Besel ein und meinte abschließend: „Wir haben letztendlich eine Vernunftentscheidung getroffen.“ rei

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