Fit für Radler?

Tour um den Tegernsee zeigt Defizite beim Radverkehr

Bei einer Radtour rund um den Tegernsee sind Ende Juli Defizite erkannt und Ideen gesammelt worden.
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Bei einer Radtour rund um den Tegernsee sind Ende Juli Defizite erkannt und Ideen gesammelt worden.

Gmund – Bei einer von der SPD mit initiierten Radtour sind vor Kurzem zahlreich Defizite beim Radverkehr im Tegernseer Tal aufgezeigt worden.

Teilnehmer aus allen Orten des Tegernseer Tals trafen sich jüngst zu einer Radtour am Gmunder Bahnhof. Darunter waren auch SPD-Vertreter aus den Kommunen wie Robert Huber aus Bad Wiessee und als Gast der frühere Landrat Wolfgang Rzehak mit Familie. Bei der Rundfahrt wurden die Rad­aktivitäten der jeweiligen Orte vorgestellt, diverse Problemstellen besprochen und Anregungen aufgenommen.

Auf der Fahrt zum Treffpunkt haben die Radler von Bad Wiessee und Kreuth das abrupte Ende des Radwegs vorm Bahnübergang bei Kaltenbrunn und die gefährliche Querung als Problem erlebt. Die Mangfallbrücke musste bei starkem Ausflugsverkehr überquert werden. In Tegernsee ist der beschilderte Fußgängerweg mit „Radfahrer frei“ immer wieder unterbrochen und die gemeinsame Nutzung ist sowohl für Fußgänger als auch Radfahrer problematisch. Dort kam die Idee, die Geschwindigkeit auf Tempo 30 festzulegen und zusätzlich anzuordnen, dass Radfahrer auf der Straße und nicht auf dem Fußweg fahren. Auch vom Leeberg nach Rottach wird der Weg gemeinsam von Radfahrern und Fußgängern genutzt, was problematisch ist. Auch dort könnte Tempo 30 helfen.

Auf der Weiterfahrt wurden ein Radschutzstreifen ab Weißach und eventuell Tempo 30 genannt zur Sicherheit der Fußgängerbereiche. „Am Ringsee sollte darüber nachgedacht werden, den Weg als gemischten Rad- und Fußweg verbindlich zu gestalten“, heißt es weiter. Derzeit ist es nur ein Fußweg mit „Radfahrer frei“, auf dem Radfahrer daher eigentlich Schritt fahren müssten. Zudem sei die Gefällstrecke auf der Bundesstraße von Bad Wiessee in Richtung Ringsee für Radfahrer gefährlich, da Fahrzeuge dort beschleunigen, Gegenverkehr kommt und das Abbiegen auf den Radweg daher schwierig wird. „Deshalb fahren viele verbotswidrig auf dem Gehweg und gefährden dort Fußgänger“, lautet das Fazit. „Ein Radschutzstreifen und Warnschilder für querende Radfahrer, eventuell eine Markierung wären gut.“

Bei einer Diskussion in Bad Wiessee, zu der auch der Kreisvorsitzende des ADFC, Richard Westenberger, und Dorit Gutenberg von der Agmunda kamen, wurde vorgeschlagen, dass die teilnehmenden SPD-Vertreter einige Anregungen an die Bürgermeister aller Talgemeinden weitergeben: Zum einen könnten die Bürgermeister einen Wettbewerb für einen Tegernseer-Tal-Fahrradständer initiieren, an dem hiesige Schlosser und Zimmerer teilnehmen können. Die Gewinner sollen dann intensiv unterstützt werden und an allen wichtigen Punkten in den Orten zu finden sein. „Denkbar ist auch, dass sich die Gemeinden mit einem Zuschuss beteiligen, wenn örtliche Geschäfte, Vermietungsbetriebe und Restaurants diese Radständer in der Gemeinde aufstellen“, so die Idee. Zum anderen wird angeregt, mindestens einmal jährlich einen Tegernseer-Tal-Radabend durchzuführen. Dabei würden die Bürgermeister der Talgemeinden über erfolgte Maßnahmen, um den Radverkehr zu fördern, sowie Pläne und Ideen der jeweiligen Kommune berichten.

„Außerdem ist es ganz wichtig, dass in unserem Tal ein fahrradfreundliches Umfeld für Einheimische und Gäste entsteht, beispielsweise durch Automaten mit Werkzeug für Fahrräder und Ersatzteilen, sowie gute Informationen vorhanden sind“, lautet das Resümee. ksl

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