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Tag der DLRG Wasserrettung auf dem Tegernsee – Ministerpräsident Söder dankt „für tolle Arbeit“

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Von: Fridolin Thanner

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Axel Seiz, (M.) Referent Luftrettung der DLRG Bayern, erklärte Ministerpräsident Marklus Söder den gerade demonstrierten Einsatz, bei dem sich Seiz vom Hubschrauber aufs Schiff abseilen ließ. © Thanner

Gmund – Die DLRG Bayern hat beim Tag der Wasserrettung am Donnerstag auf dem Tegernsee einen eindrucksvollen Blick in ihre Arbeit gegeben. Dabei war auch Polit-Prominenz wie Markus Söder.

Gekenterte Segler, entkräftete Schwimmer oder Wassersportler mit gesundheitlichen Problemen – bei einem Notfall auf dem Wasser muss es, wie an Land, schnell gehen. Wie gut sie das beherrschen, haben am Donnerstag (15. September) eindrucksvoll Mitglieder der DLRG Bayern auf dem Tegernsee gezeigt. Die Organisation hatte zum Tag der Wasserrettung geladen – und viel Politprominenz, allen voran Ministerpräsident Markus Söder, war dafür nach Gmund gekommen.

Streicheleinheiten vom Ministerpräsidenten

Wer am Donnerstagnachmittag im Tal unterwegs war, dürfte kurz erschrocken sein. Immer wieder kreiste ein Polizeihubschrauber, Einsatzfahrzeuge waren unterwegs und auf dem Tegernsee drehten Schnellboote von Polizei und DLRG ihre Runden. Sie warteten auf ihre Einsätze bei der Leistungsschau der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Die führte nach 2019, damals am Chiemsee, heuer wieder einen Tag der Wasserrettung durch. Dazu präsentierte die DLRG im Innenhof von Gut Kaltenbrunn Fahrzeuge und Geräte, vom Transporter über Schlauchboote bis zum Jetski. Auch Rettungshundeführer mit ihren ausgebildeten Vierbeinern freuten sich über die Besucher. Ministerpräsident Söder blieb ebenfalls gern bei den Rettungshunden stehen und verteilte ein paar Streicheleinheiten. Mit ihm besuchten Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Europaministerin Melanie Huml, der Landtagsabgeordnete aus dem Tölzer Landkreis, Martin Bachhuber, und mehrere seiner Kollegen die Schau der DLRG Bayern. Die Organisation stellte auf dem Wasser eindrucksvoll ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis. Von Bord der MS Tegernsee beobachteten die geladenen Gäste die Demonstrationen. Die Politiker zollten großen Respekt und versicherten ihre Unterstützung. Der Besuch sei auch Zeichen der Wertschätzung, sagte etwa Söder.

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Eindrucksvolle Demonstration auf dem Tegernsee: Die DLRG-Mitglieder führten beim Tag der Wasserrettung mehrere Einsätze vor – unter anderem, wie sie gekenterten Seglern und Verletzten nach einem Unfall auf einem Party-Floß helfen. © Thanner

Gespräche über innovatives Trainingszentrum für die Wasserrettung

„Dankeschön für die tolle Arbeit“, sagte der Ministerpräsident in Richtung der DLRG-Mitglieder. Söder lobte bei der Fahrt über den Tegernsee „die enorme Qualität“ und „den ehrenamtlichen Einsatz“. Woche für Woche müssten Menschen gerettet werden. In Deutschland sind in den ersten sieben Monaten des Jahres bereits 199 Menschen ertrunken, 42 davon in Bayern. „Wir sind ein Land der Seen“, sagte Söder, der, wie er sagte, es liebt, im See zu schwimmen. Er ist auch Rettungsschwimmer und weiß, wie viel Training für die Einsätze nötig ist. Die Wasserretter bringen dafür enorm viel Zeit auf, lobte Söder. Dem schloss sich Innenminister Herrmann an und sagte, das Engagement der Ehrenamtlichen sei unbezahlbar. Aufgabe der Politik sei es, „bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen“. Der Innenminister bekräftigte seine Bereitschaft, für Aus- und Fortbildung und regelmäßige Übungen ein innovatives Trainingszentrum für die Wasserrettung zu etablieren – analog zu der Einrichtung in Bad Tölz für die Bergwacht . Dazu stehe das Innenministerium bereits in Kontakt mit der DLRG und der Wasserwacht. „Lassen Sie uns gemeinsam ein tragfähiges Konzept für ein solches Zentrum erarbeiten“, sagte Herrmann.

Spannende Demonstrationen auf dem Tegernsee

Die Politiker verwiesen auch darauf, wie wichtig es ist, dass Kinder schwimmen lernen und dass dafür Bäder nötig sind. Die Schwimmausbildung ist ebenfalls eine Aufgabe der DLRG, wie auch der Wasserrettungsdienst. Wie gut sie den beherrschten, zeigten die Mitglieder auch der Ortsverbände Gmund und Tegernsee bei mehreren Übungen. In der Nähe von Bad Wiessee stellten die Ehrenamtlichen einen Zusammenstoß von zwei Booten nach, bei dem ein gekenterter Segler per Seilwinde von einem Polizeihubschrauber aus dem Wasser gezogen wird. Vor der Tegernseer Seepromenade gab es auf einem Floß mit einem Gasgrill eine Verpuffung. Gleich drei Boote preschten über das Wasser, um einem Schwerverletzten Erste Hilfe zu leisten, seine Freunde aus dem Wasser zu retten und sie an Land zu bringen. Ein medizinischer Notfall auf einem Segelschiff stellte den letzten Einsatz dar. Wie gut trainiert die DLRG-Mitglieder sind, zeigten sie bei sportlichen Wettkämpfen an der Point – mit Rettungskajak, Rettungsbrett und Gurtretter.

Im Anschluss an die Rettungsübungen ging es für die Gäste zurück nach Gut Kaltenbrunn, wo Innenminister Herrmann noch die Verdienste des Bezirksvorsitzenden Oberbayern, Reinhardt Kutscher, würdigte und ihm das DLRG-Steckkreuz verlieh. ft

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