Hightech-Werkstatt für alle

Gmund bekommt Forschungs- und Experimentierlabor

Der Mietvertrag für das „FabLab“ ist unterschrieben: (v.l.) Mint-Manager Alexander Kutschera, Alfons Besel, Programmmanagerin Katharina Eisenberg und Vorstandsvorsitzender Joseph Paul.
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Der Mietvertrag für das „FabLab“ ist unterschrieben: (v.l.) Mint-Manager Alexander Kutschera, Alfons Besel, Programmmanagerin Katharina Eisenberg und Vorstandsvorsitzender Joseph Paul.

Gmund – Eine Hightech-Werkstatt für alle entsteht im "FabLab" in Gmund. Die Gemeinde gibt Räume für das Forschungs- und Experimentierlabor.

Wo früher Möbel verkauft wurden, entsteht jetzt ein Forschungs- und Experimentierlabor. Vergangene Woche hat Gmunds Bürgermeister Alfons Besel die Schlüssel für eine knapp hundert Quadratmeter große Gewerbefläche übergeben. Die Räume an der Tölzer Straße übergibt die Gemeinde dem Verein „FabLab Oberland“ fünf Jahre mietfrei.

Alle Bürger sollen in der künftigen Hightech-Werkstatt die Möglichkeit haben, sich mit modernen Technologien auseinanderzusetzen. Zu bestimmten Öffnungszeiten können moderne Fertigungsmaschinen kostenfrei genutzt werden – von Lasercutter und 3-D-Drucker bis hin zur Siebdruckmaschine und einem Elektroniklabor mit Oszilloskop und Lötstation. PC-Arbeitsplätze und einfaches Werkzeug stehen ebenfalls bereit. Findet sich noch ein Sponsor, könnte der Wunsch nach einer großen CNC-Fräse Realität werden.

„Unser Fab-Lab ist ein Technikspielplatz für Jung und Alt. Wir ermöglichen allen Interessierten, digitales Handwerk auszuprobieren und neuartige technische Geräte zu nutzen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Joseph Paul. „Unser großer Dank gilt der Gemeinde Gmund, allen voran Bürgermeister Alfons Besel.“

Für die Einrichtung des „FabLab“ bedarf es allerdings noch etwas Zeit. „Die Eröffnung wird voraussichtlich im Juni sein“, ist Alexander Kutschera guter Dinge. Der Mint-Manager der Standortmarketinggesellschaft (SMG) betreut das Projekt. Sein erklärtes Ziel wäre, für den Betrieb der neuen offenen Werkstatt in Gmund festes Personal anstellen zu können. „Wir halten das Fab-Lab für ein großartiges Angebot. Es passt hervorragend nach Gmund. Zum einen profitieren unsere Bürger, die die Hightech-Werkstatt für Projekte nutzen können. Zum anderen sehe ich es als wichtig an, auch unseren Nachwuchs an die Faszination Technik heranzuführen“, sagte Rathauschef Besel.

Bislang hatte das „FabLab Oberland“ seinen Standort in Holzkirchen. Wegen des begrenzten Platzes freut sich nun der Verein über die großzügige Fläche in Gmund, die künftig auch der Hauptstandort sein wird. Im vergangenen Jahr wurde auch ein mobiles „FabLab“ eröffnet, das seither durch den Landkreis rollt und die Schulen besucht. „Die Resonanz ist durchweg sehr gut“, zog Kutschera zufrieden Bilanz. Kinder und Jugendliche, die im mobilen „FabLab“ bereits auf den Geschmack gekommen sind, hätten fortan die Möglichkeit, ihr technisches Interesse in der stationären Forschungswerkstatt weiterzuverfolgen. rei

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