Solide Finanzlage

Diese Projekte will Gmund mit dem Haushalt 2020 angehen

Die Gemeinde Gmund weist im Haushalt 2020 eine solide Finanzlage auf.
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Die Gemeinde Gmund weist im Haushalt 2020 eine solide Finanzlage auf.

Gmund – Jüngst hat der Gemeinderat Gmund den Haushalt für 2020 verabschiedet. Der zeigt eine solide Finanzlage für zahlreiche Projekte.

Trotz Corona-Krise hat der Gmunder Gemeinderat jüngst getagt. Eingangs der Sitzung ließ Bürgermeister Alfons Besel wissen, dass man im Vorfeld eine eigene Risikobewertung durchgeführt und bei der Rechtsaufsicht des Landratsamtes nachgefragt habe, ob diese im Katastrophenfall möglich sei. Die Kreisbehörde habe mitgeteilt, dass die Sitzung systemrelevant und wegen wichtiger Entscheidungen möglich sei. Als wesentlich nannte Besel etwa den Haushalt, der verabschiedet wurde.

Nachdem das Zahlenwerk zuvor im Verwaltungs- und Finanzausschuss beraten wurde, stellte nun Kämmerer Georg Dorn im Gemeinderat den Haushalt 2020 vor. Dieser schließt mit einem Gesamtvolumen von 20,6 Millionen Euro und liegt damit gut 700.000 Euro unter dem Ansatz des Vorjahres.

Der 15,6 Millionen Euro umfassende Verwaltungshaushalt ist vor allem vom Nettosteueraufkommen geprägt. Deren wesentliche Säulen sind die Gewerbesteuer und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer. Letzterer ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und erreicht heuer ein Aufkommen von rund 4,6 Millionen Euro.

Auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushaltes sind die größten Posten die Kreis- (5,4 Millionen Euro) und die Gewerbesteuerumlage (480.000 Euro) sowie die Personalkosten mit knapp 4,4 Millionen Euro. Die Nettozuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt beträgt 166.550 Euro.

Geprägt wird der Etat von Investitionen, die mit gut 4 Millionen Euro zu Buche schlagen. Als Themenschwerpunkte nannte Dorn Ortsentwicklung, Verkehrssicherheit sowie Familienfreundlichkeit und erläuterte: „Zur Deckung der Investitionssummen im Haushaltsjahr 2020 ist eine Kreditaufnahme in Höhe von 2 Millionen Euro geplant beziehungsweise notwendig.“

Vor dem Hintergrund des momentan günstigen Zinsmarktes kam der Kämmerer auch auf Investitionen in den kommenden Jahren wie den Hochwasserschutz in Moosrain, das Neugestalten des Bahnhofsgelände-Nord und das Wohnprojekt an der Hirschberg­straße zu sprechen. „Im Planungsjahr sowie 2021 bis 2023 kommen auf die Gemeinde enorme investive Kosten in Höhe von fast 7,3 Millionen Euro zu“, erläuterte Dorn und fuhr fort: „Es werden jedoch auch Werte geschaffen und in die Zukunft Gmunds und ihrer Bürger investiert.“

Nach derzeitigem Stand errechnen sich zum Ende des Finanzplanungsjahres zirka 430.000 Euro an Rücklagen sowie ein Schuldenstand von etwa 8,1 Millionen Euro. „Die Finanzlage der Gemeinde Gmund kann insgesamt, insbesondere aufgrund der geschaffenen Werte, immer noch als solide bezeichnet werden“, fasste der Kämmerer zusammen. Er wies jedoch abschließend darauf hin, dass in Anbetracht der in den kommenden Finanzplanungsjahren vorgesehenen Investitionen an ein maßvolles Haushalten gedacht werden sollte. rei

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