Eröffnung in Gmund

Diese mobile Forschungswerkstatt rollt fortan durch den Landkreis

Durchtrennten das Eröffnungsband (v.l.): MINT-Manager Alexander Kutschera, Joseph Paul und Bernhard Findeiss vom Verein „FabLab Oberland“ sowie Regionalmanagerin Ingrid Wildemann-Dominguez von der SMG.
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Durchtrennten das Eröffnungsband (v.l.): MINT-Manager Alexander Kutschera, Joseph Paul und Bernhard Findeiss vom Verein „FabLab Oberland“ sowie Regionalmanagerin Ingrid Wildemann-Dominguez von der SMG.

Gmund – Die mobile Forschungswerkstatt "FabLab" ist jüngst am Tegernsee eröffnet worden. Fortan werden Schulen im Landkreis angefahren, um den Unterricht noch spannender zu machen.

Das mobile „FabLab“ ist eröffnet und rollt nun durch den Landkreis Miesbach. Bei einer Feierstunde in der Realschule Gmund wurde unlängst die mobile Forschungswerkstatt offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

Ein umgebauter Kleintransporter mit allerlei Gerätschaften an Bord – darunter ein Lasercutter und ein 3-D-Drucker – fährt von Schule zu Schule und steht vor Ort im Rahmen des Unterrichts zur Verfügung. Das Forschungs- und Experimentierlabor auf Rädern soll Kindern und Jugendlichen ermöglichen, sich spielerisch mit modernen Technologien auseinanderzusetzen. Fern von jeglichem Notendruck können sie im mobilen „FabLab“ kreativ basteln und tüfteln.

Gefördert wird das Projekt für ein Jahr mit 76.000 Euro von der SWM-Bildungsstiftung. Weitere Unterstützer sind die Hubertus-Altgelt-Stiftung, die Raiffeisenbank Holzkirchen-Otterfing und der Landkreis Miesbach. Allen bei der Feier anwesenden Sponsoren-Vertretern sprach Joseph Paul, Vorstandsvorsitzender des Vereins „FabLab Oberland“, seinen größten Dank aus.

„Das ,FabLab‘ ist etwas Besonderes. Wir unterstützen es gerne“, hob Landrat Wolfgang Rzehak hervor und forderte die Schüler auf: „Probiert es aus.“ Anton Lentner von der Hubertus-Altgelt-Stiftung begrüßte die „wunderbare Idee“, Kinder an moderne Technik heranzuführen und freute sich, dass das rollende Labor den Namen „Hubertus“ trägt. „Sich ausprobieren, experimentieren, selbstständig denken – darauf kommt es an, wenn junge Menschen sich in der sich schnell wandelnden Welt zurechtfinden wollen. Und wir können sie dabei mit Naturwissenschaften und Technik unterstützen“, sagte A­lexander

Kutschera. Der MINT-Manager des Landkreises leitet das Projekt „FabLab“ zusammen mit dem Regionalmanagement der Standortmarketing-Gesellschaft (SMG). Wie Kutschera erläuterte, würden in enger Kooperation mit der Realschule Gmund, der Anton-Weilmaier-Schule Hausham und dem Gymnasium Tegernsee im laufenden Schuljahr vorhandene Programmkonzepte getestet und bedarfsmäßig weiterentwickelt. Durch Ausprobieren des innovativen Zusatzangebotes sollen Begeisterung und Bewusstsein für MINT-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) geschaffen und Vorurteile abgebaut werden.

Kinder aller Bildungseinrichtungen hätten die Chance, sich Fähigkeiten anzueignen, die in Zukunft gefragt sein werden. Das „FabLab“ mit seinen Maschinen und Geräten wolle man den Schulen wahlweise in einzelnen Unterrichtsstunden oder über mehrere Tage projektbegleitend zur Verfügung stellen. Ferner brachte Kutschera Workshops, Veranstaltungen und Ferienprogramme zur Sprache und verkündete: „Wir streben auch an, Lehrerfortbildungen anzubieten.“ Dafür möchte der MINT-Manager, der über einen Bachelor in naturwissenschaftlicher Bildung und einen Master in molekularer Biotechnologie verfügt, seine Kontakte zu Universitäten nutzen. rei

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