Gmunderin seit Mai 2019 im Amt

Wegen Corona-Krise: Vroni Ettstaller bleibt Bayerns Bierkönigin

Bleibt wegen der Corona-Krise bis Mai 2021 im Amt: Die bayerische Bierkönigin Vroni Ettstaller aus Gmund.
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Bleibt wegen der Corona-Krise bis Mai 2021 im Amt: Die bayerische Bierkönigin Vroni Ettstaller aus Gmund.

Gmund – Wegen der Corona-Krise fällt die Wahl zur bayerischen Bierkönigin heuer aus. Somit wird die Amtszeit von Vroni Ettstaller aus Gmund verlängert.

Wegen der Corona-Pandemie hat der bayerische Brauerbund entschieden, heuer keine neue Bierkönigin zu wählen. Für Vroni Ettstaller aus Gmund bedeutet dies, dass ihre Amtszeit in die Verlängerung geht.

Die 22-jährige Amtsinhaberin empfindet es als große Ehre, die bayerische Brauwirtschaft gerade auch in der schwierigen Zeit vertreten zu dürfen. Statt der Repräsentationstermine nutzt jetzt die bis Mai 2021 amtierende Majestät verstärkt das Internet als Kommunikationskanal und bringt verschiedene Beiträge auf Social-Media-Plattformen. „Kürzlich habe ich einen Aufruf in puncto Lieferservice gestartet“, berichtet Ettstaller. Ihre Bitte: „Die Konsumenten sollten das Angebot auf Hauslieferung nutzen und weiterhin die heimischen Brauereien und Betriebe unterstützen.“

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Sehr am Herzen liegt der bayerischen Bierkönigin das brandaktuelle Thema Hopfenanbau. Bekanntlich werden in der derzeitigen Krise Tausende ausländische Saisonarbeiter wegen geschlossener Grenzen und verschärfter Quarantänemaßnahmen fernbleiben. „Der Hopfen muss aber per Hand angedrahtet werden, damit die Kletterpflanze nach oben wachsen kann“, erläutert Vroni Ettstaller, die selbst mit anpacken will. Dass sich bereits viele Studenten bereit erklärt hätten, beim bevorstehenden Hopfenanbau tatkräftig mitzuhelfen, stimmt die Gmunderin positiv. Ihr Appell: „Zusammenhalten ist jetzt wichtiger denn je.“

Auf ihre bisherige Amtszeit als Bierkönigin zurückblickend, habe sie ab Mai 2019 an die 230 Termine im In- und Ausland wahrgenommen, erzählt Ettstaller und merkt an: „Den letzten Termin hatte ich noch im März.“ Situationsbedingt werde sie nun wohl nicht mehr so oft auf Reisen gehen wie im vergangenen Jahr. Dafür wolle sie sich aber mit vollem Schwung ihrem Studium widmen. Der Funke, in Weihenstephan Brauwesen und Getränketechnologie zu büffeln, sei erst durch das Amt als Bierkönigin übergesprungen. „Das erste Semester war schon sehr stressig. Ich habe oft im Flugzeug und zwischen den Terminen gelernt“, erinnert sich Ettstaller und freut sich, alle Prüfungen des Halbjahres bestanden zu haben.

„Ehrgeiz ist mein täglicher Begleiter“, meint die sympathische junge Frau aus Gmund, die momentan von zu Hause aus studiert. „Das Wichtigste ist nun, gesund zu bleiben und gemeinsam diese schwierige Zeit zu überstehen“, hebt Ettstaller hervor und lässt einen Wunsch laut werden: „Dass die Menschen in Zukunft bewusster und zufriedener leben und auch aus negativen Situationen Positives ziehen.“ rei

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