Alles machbar, Herr Nachbar?

Gmund und Holzkirchen werden Teil der Baukulturregion Alpenvorland

Baukulturregion Alpenvorland
+
Das Team Holzkirchen der Baukulturregion Alpenvorland besteht aus (v.l.) Elisabeth Leitner, Bürgermeister Christoph Schmid, Tobias Hanig (Verein Landluft), Frank W. Strathmann, Björn Teichmann (Büro für urbane Projekte), Simon Kortus, Michael Pelzer und Doris Hötzendorfer (Bauamt).

Holzkirchen – Holzkirchen macht beim Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“ mit. Dabei gibt es direkt Hausaufgaben für die Marktgemeinde.

Neben Gmund ist Holzkirchen eine von zwei Gemeinden im Landkreis Miesbach, die sich für das zweijährige Leader-Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“ beworben haben und ausgewählt wurden. Daneben sind noch sechs Gemeinden aus den Nachbarlandkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und Rosenheim mit an Bord.

Über die zentralen Anliegen des Projekts, nämlich Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft für das Thema Baukultur zu sensibilisieren, informierte kürzlich Elisabeth Leitner vom Leitungsteam, live aus Graz zugeschaltet, den Marktgemeinderäten bei deren Sitzung. Dabei gab es direkt die erste Hausaufgabe.

Maßgeschneiderter Aktionsplan für Holzkirchen

In ihrem Vortrag erklärte Architektin Leitner, dass sich für das Projekt „Baukulturregion Alpenvorland“ der Verein Landluft zur Förderung von Baukultur in ländlichen Räumen, das Büro für urbane Projekte aus Leipzig und die Alanus-Hochschule mit Sitz in Alfter zusammengeschlossen haben. Leitner selbst ist Vorsitzende von Landluft und gehört dem strategischen Leitungsteam der Baukulturregion Alpenvorland an. Außerdem ist sie Ortsbetreuerin von Dietramszell und Holzkirchen sowie Tandempartnerin für Gmund.

Der für Holzkirchen maßgeschneiderte Aktionsplan möchte sich den Themen Identität, öffentlicher Raum und Wohnen der Zukunft widmen. Dieser Prozess soll, wie auf der Internetseite zu lesen ist, gemeinsam mit den Bürgern lustvoll gestaltet werden. Im Rahmen des Projekts wird es Vorträge und Diskussionen, Workshops und Exkursionen sowie Ausstellungen und Filmabende im öffentlichen Raum geben. Die Erkenntnisse daraus sollen dann in eine regionale Strategie einfließen, welche in Abstimmung mit den Verantwortlichen der beteiligten Landkreise erarbeitet wird.

Erste Hausaufgabe für Marktgemeinderat

Wie Marktbaumeister Florens Hintler nach dem Vortrag sagte, sieht er dabei die rasante Entwicklung Holzkirchens vom Dorf zur städtischen Kultur und die damit verbundene Identität im Fokus. Von dem Projekt erhoffe er sich zudem Impulse, öffentliche Lebensräume gemeinsam qualitätsvoll zu gestalten und zu bespielen.

Als erste Hausaufgabe an den Marktgemeinderat bat Leitner schließlich noch darum, dass jeder des Gremiums bis Ende der Osterferien je ein Bild zum Thema „Gelungene bauliche Veränderungen in den vergangenen 20 Jahren“ und „Mein Lieblingsplatz in Holzkirchen“ knipsen und schicken soll.

Im Rahmen der Vortragsreihe ist Holzkirchen voraussichtlich im September Station. Dann wird unter dem Titel „Alles machbar, Herr Nachbar?“ der Frage nachgegangen, wie die gebaute Umwelt die Gesellschaft formt. Alle Termine und weiterführende Informationen sind unter www.baukulturregion.de zu finden. hac

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neuer Vorsitzender der DAV-Sektion Tegernsee
Neuer Vorsitzender der DAV-Sektion Tegernsee
Wie es mit der Sanierung der Tegernseer Hütte weitergeht
Wie es mit der Sanierung der Tegernseer Hütte weitergeht
Nach Corona-Sitzung in Gmund: Gemeinderäte überraschen mit Entscheidung
Nach Corona-Sitzung in Gmund: Gemeinderäte überraschen mit Entscheidung
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab
Tödlicher Unfall an der Brecherspitz: Münchner (61) stürzt vor Augen seiner Familie ab

Kommentare