Individuelles Konzept

Ohne Verbund: Wie es mit der vhs Gmund-Dürnbach weitergeht

Der Vorstand der Volkshochschule Gmund-Dürnbach: (v.l.) Petra Stang (Zweite Stellvertreterin), Anna-Maria Stark (Vorsitzende), Florian Ruml (Erster Stellvertreter), Isabelle Menzel (Kassierin) und Andreas Kührt (Erster Revisor).
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Der Vorstand der Volkshochschule Gmund-Dürnbach: (v.l.) Petra Stang (Zweite Stellvertreterin), Anna-Maria Stark (Vorsitzende), Florian Ruml (Erster Stellvertreter), Isabelle Menzel (Kassierin) und Andreas Kührt (Erster Revisor).

Gmund – Ohne den neuen Verbund "vhs Oberland" will die Volkshochschule Gmund-Dürnbach weitermachen. Dafür gibt es ein individuelles Konzept.

Die vhs Gmund-Dürnbach geht ihren eigenen Weg. Sie macht – ebenso wie Bayrischzell – bei der Verschmelzung aller Volkshochschulen im Landkreis Miesbach zu einem neuen großen Verbund nicht mit. Seit das Kuratorium die Fusion Mitte Juni abgelehnt hat, haben Vorstand und Leiterin der Gmunder vhs die Zeit genutzt und ein individuelles Konzept samt Programm ausgearbeitet.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass es funktioniert“, sagt Vorstandsvorsitzende Anna-Maria Stark. Der wichtigste Punkt sei, dass die Gemeinde Gmund in die Erwachsenen- und Weiterbildungseinrichtung in Zukunft nicht mehr Geld investieren müsse als bisher. Das Konzept sei bereits der Gemeinde vorgestellt worden.

Aufgrund des Wegfalls von Staatszuschüssen müsse die vhs sehr sparsam sein. Deshalb habe man sich von einer Verwaltungskraft trennen müssen. „Ihre Arbeit übernimmt ab September eine ehrenamtliche Mitarbeiterin“, berichtet Stark.

Von nun an werde der Verein – er ist die Organisationsform der Gmunder vhs – verstärkt auf ehrenamtliche Unterstützung aus den eigenen Reihen setzen. Die Kosten für die Lehrkräfte würden auch weiterhin durch die Kursgebühren erwirtschaftet und: „Unsere vhs-Leiterin Eugenie Lückerath wird auf ihrem Posten bleiben.“

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Zum Herbst/Winter-Gesamtprogramm wird – wie übrigens auch schon im vergangenen Semester – ein zusätzliches Gmunder Heft erscheinen. „Ab Januar 2021 gibt es dann nur noch unser eigenes vhs-Programm“, kündigt Stark an. Wegen Corona sei man am Überlegen, mehr Online-Kurse anzubieten. Zudem werde man bei verschiedenen Kursen die Teilnehmerzahlen beschränken. Eine große Herausforderung sei vor allem die Gestaltung der Gesundheitskurse. Trotzdem die gute Nachricht: Die Kursgebühren zu erhöhen, sei nicht geplant.

Dass die vor 73 Jahren gegründete vhs Gmund-Dürnbach stets gut gewirtschaftet hat, zeigt sich allein schon an den stattlichen Rücklagen, die zum Jahresbeginn 2020 rund 40.000 Euro betrugen. Bei einer Fusion wäre dieses Geld in den neuen Großverbund „vhs Oberland“ geflossen. Starks eigene Meinung: „Ich hätte mir einen Verbund gewünscht, der letztendlich den Kreisverband weiterentwickelt statt schluckt.“

Den künftigen Alleingang der Gmunder vhs fasst Anna-Maria Stark folgendermaßen zusammen: „Es ist ein Experiment, das ganz individuell für uns gestrickt und nicht übertragbar ist.“ Ihr sei durchaus bewusst, dass das Ganze nicht einfach, aber machbar sei. „Wir werden das gut hinbekommen“, zeigt sich die Vorsitzende überzeugt. rei

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